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Willkommen

Herzlich willkommen in Hamburg!

Sie sehen hier auf der Webseite von Hamburg Tourismus sieben Gebärdensprach-Filme zu sieben verschiedenen Themenbereichen. Darin stellen wir Ihnen Hamburg aus verschiedenen Blickwinkeln vor.

Übrigens begrüßt man sich in Hamburg für gewöhnlich mit „Moin Moin“. Diesen Gruß benutzt man den ganzen Tag über, morgens und abends. Die Gebärde dafür werden wir immer zu Anfang in jedem der sieben Filme zeigen.

Nun viel Spaß beim Anschauen der Filme ... und noch einmal herzlich willkommen in Hamburg!

Hamburger Hafen

Hamburg ist bekannt für seinen Hafen – er ist der zweitgrößte in Europa. Jahr für Jahr laufen hier 13.000 große und kleine Schiffe ein und aus, von Booten über Kreuzfahrtschiffe bis hin zu Containerschiffen. Mit diesen Schiffen und ihren Passagieren gelangen verschiedenste Waren und Kulturen aus aller Welt nach Hamburg, aber auch umgekehrt von Hamburg aus in die ganze Welt.

Als „Tor zur Welt“ öffnet sich Hamburg nicht nur für Einreisende, sondern auch für Ausreisende. Zwischen 1850 und 1939, einer Zeitspanne von fast 100 Jahren, brachen beispielsweise fünf Millionen Menschen von Hamburg aus zu ihrer Emigration aus Deutschland nach Amerika auf.

Im Zentrum des Hafens befinden sich die Landungsbrücken. Diese schwimmende Anlegestelle ist ganze 700 Meter lang. Als Wasser-„Bahnhof“ sind die Landungsbrücken der Ausgangspunkt für Hafenrundfahrten, Überfahrten ans andere Elbufer und Ausflugsfahrten. An den Landungsbrücken liegen auch zwei Museumsschiffe: ein Schiff mit weißem Segel und daneben ein großes Frachtschiff.

Eins der beiden Museumsschiffe trägt den Namen Rickmer Rickmers. Es ist aus Stahl gebaut und hat die Besonderheit, dass es auf drei Arten fortbewegt werden kann: durch Wind – erkennbar am Schiffssegel –, durch Wasserdampf sowie durch Dieselantrieb. Heute ist das Schiff ein Museum, in dem Sie sich verschiedene Räume ansehen und über deren Geschichte informieren können. Sie können Umkleideräume und den Kapitänsraum besichtigen oder auch das Restaurant auf dem Schiff besuchen.

Das zweite Schiff - hinter der Rickmer Rickmers - wurde 1961 gebaut und heißt Cap San Diego. Das Schiff war früher ein Frachtschiff und kann heute als Museum besichtigt werden. Sie können es auch für kulturelle Veranstaltungen, Vorträge und Ähnliches mieten. Zwei- bis dreimal pro Jahr heißt es zudem „Leinen los“ und die Cap San Diego unternimmt Rundfahrten, an denen Sie selbst als Passagier teilnehmen können.

Kehren wir noch einmal zum Hafen zurück. Dort steht bei den Landungsbrücken ein markantes quadratisches Gebäude mit zwei Kuppeln. Es wurde 1911 gebaut und war damals eine technische Sensation. Die vier Fahrstühle darin transportieren Menschen und Fahrzeuge zum 24 Meter tiefen und 426 Meter langen Tunnel. Das ist der alte Elbtunnel. Nach der Durchquerung des Tunnels geht es auf der anderen Elbseite wieder mit dem Fahrstuhl ans Tageslicht. Von hier aus können Sie einen Panoramablick auf Hamburg genießen.

Mit dem Wachstum des Hamburger Hafens wurde auch vermehrt auf der südlichen Elbseite gebaut. Dazu musste man auch ans andere Ufer gelangen. Hierzu bot der Tunnel an Stelle einer Brücke eine gute Alternative. Heute dient der Tunnel hauptsächlich einem anderen Zweck, nämlich als Denkmal zur Erinnerung an die damalige Zeit. Er macht ein schönes und interessantes Stück Hamburger Geschichte sichtbar.

Das andere Elbufer erreichen Sie zu beiden Seiten des Hafens, entweder über die Elbbrücken oder durch den neuen Elbtunnel mit seinen vier Röhren. Sie können auch direkt am Hafen mit den Fähren zur südlichen Elbseite übersetzen.

Wenn Sie einen guten Ausblick über den Hamburger Hafen haben wollen, dann gehen Sie zu dem kleinen Berg oberhalb der Landungsbrücken. Dabei handelt es sich um einen Weinberg. Ja, in der Tat, die Hansestadt Hamburg hat einen eigenen Weinberg und dessen Hausherrschaft wird vom Präsidenten bzw. der Präsidentin der Hamburger Bürgerschaft übernommen. Jedes Jahr werden aus den Trauben etwa 50 Flaschen Wein hergestellt. Diese sind unverkäuflich und werden an besondere Gäste der Stadt, beispielsweise den Bundespräsidenten bzw. die Bundespräsidentin, verschenkt.

Innenstadt

Hamburg hat viele große Kirchen, darunter den „Michel“ mit seinem hohen Kirchturm. Er befindet sich an einem Hang in Hafennähe. Über eine Wendeltreppe gelangen Sie nach oben auf den Turm, wo sich in 106 Metern Höhe ein sagenhafter, luftiger Rundumblick über Hamburg erstreckt. Diesen Panoramablick über den Hafen und die Stadt können Sie bei Tag oder Nacht genießen – das Funkeln der Lichter inklusive. Wenn Sie sich umdrehen, mit dem Rücken zum Hafen, dann sehen Sie die Innenstadt von Hamburg.

Wollen Sie sehen, wie die Menschen früher in Hamburg gewohnt haben? Dann gehen Sie am „Michel“ vorbei und hinab in die schmale Gasse, wo Sie inmitten der Häuserzeile ein renoviertes Haus finden, das um das Jahr 1800 bewohnt wurde. Es ist heute noch in seinem ursprünglichen Zustand erhalten und kann als Museum besichtigt werden. Dort können Sie sehen, wie die Menschen zur damaligen Zeit lebten. Die Nachbarhäuser wurden unter Beibehaltung typischer Merkmale der Originalgebäude restauriert.

Die Kleinhändler oder auch Krämer, die früher mit Gewürzen oder Stoffen handelten, hatten sich damals zum Krameramt zusammengeschlossen. Wenn ein Krämer starb, bekam seine verwitwete Frau hier eine freie Wohnung. Damals bestand die Wohnanlage aus 20 Wohnungen, die noch heute bewohnt werden bzw. als Museum umgebaut wurden. Inzwischen ist die Stadt Hamburg stark gewachsen, aber wie Sie hier sehen, waren die Gassen in früheren Zeiten schmal und eng.

In der Hamburger Innenstadt befindet sich das 1897 gebaute Rathaus mit seiner beeindruckenden Architektur. Das vorherige Rathaus war dem großen Brand von 1842 zum Opfer gefallen. 55 Jahre lang hatte das Rathaus deshalb seinen Sitz in einem anderen Gebäude.

Das Rathaus ruht auf 4000 Pfeilern über dem Wasser. Seine charakteristische Farbe verrät, dass es aus Sandstein gebaut wurde. Das Rathaus verfügt über insgesamt 647 Zimmer und dient heute als Sitz des Senats und der Bürgerschaft, der von den Bürgern gewählten „Hamburger Regierung“.

HafenCity

Der Stadtteil, der an den Hafen und die Landungsbrücken angrenzt, wird heute HafenCity genannt.
Diesen Namen hat der Stadtteil erst in jüngster Vergangenheit bekommen; zuvor war er als Speicherstadt bekannt. Die Speicherstadt wurde in der Zeit um 1850–1860, zur Zeit Kaiser Wilhelms, gebaut. Die vielen hohen Gebäude aus der Gründerzeit wurden genauestens geplant und verfügen über bizarre Giebel und Türmchen. Sie sollten als hochwertige Lagerhäuser dienen. Damals war die Speicherstadt der größte Lagerhauskomplex in Europa. Die Waren konnten direkt von den Schiffen in die Lagerhäuser verfrachtet werden – das war für die damalige Zeit eine Sensation. In den letzten Jahren hat sich in diesem Teil Hamburgs viel getan: Die ehemaligen Lagerhallen wurden zu modernen Büros oder Wohnungen umgebaut, Universitätsgebäude und Geschäfte wurden eröffnet. Das Viertel ist edler und sehr beliebt geworden. Es befindet sich weiterhin in einem fortlaufenden Wandel und gilt derzeit als Europas „größte Baustelle“. Bei regelmäßigen Besichtigungen, beispielsweise während einer Schifffahrt am Hafen entlang, kann man stets viel Neues entdecken.

Ein besonderes Gebäude aus der HafenCity wollen wir herausgreifen. Es ist ein großes, hohes Gebäude mit geschwungenen Dach: die Elbphilharmonie. Früher war dort ein großes Backsteingebäude. Es war groß und mächtig, wurde als Speicher für Kaffee- und Kakaobohnen genutzt. Es wurde nach 1960 gebaut, genauer 1966 fertiggestellt. Darauf wurde nun Elbphilharmonie drauf gesetzt und als Konzerthaus um- und ausgebaut. Das Gebäude ist 110 Meter hoch, so dass man es von überall aus sehen kann. Es wird dort verschiedene Säle geben, darunter einen großen Konzertsaal für über 2.000 Personen, aber auch Geschäfte und Wohnungen.

In der Speicherstadt gibt es Eines, was Sie sich unbedingt anschauen sollten: Das Mininatur Wunderland. Es zeigt die große Welt im Kleinen. So kann man bspw. Deutschland oder auch Hamburg im Kleinen sehen. Der Fokus hier liegt besonders aus der Sicht der Eisenbahnwelt.

Um zu verdeutlichen, was es hier zu sehen gibt, ein paar Zahlen: Es gibt hier über 900 Züge mit über 15.000 Waggons zu sehen. Oder weitere Zahlen dazu: Es sind dort über 215.000 Figuren und über 230.000 Bäume und noch vieles mehr zu sehen. Es eine kleine Welt, sogar mit eigenem Flughafen, an dem Flugzeuge starten und landen, in der es alle 15 Minuten dunkel und und wieder hell wird.

Eindrucksvoll ist die Schweiz mit ihren Bergen. Demnächst soll Frankreich und Italien dazu gekommen. Sie sehen, es verändert sich dauernd etwas, es wird ständig erweitert, so dass man nach 1-2 Jahren wieder viel Neues entdecken kann.  

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen kleinen Tipp geben: Es gibt irgendwo eine kleine Schokoladenfabrik, die sorgfältig kleine Schokoladenstück erstellt, genussvoll verpackt und ausspuckt. Finden Sie diese und lassen Sie sich die Schokolade schmecken!

Alster

Im Herzen von Hamburg liegt die Alster. Sie wurde aus mehreren kleinen Flüsschen zu einem See aufgestaut. Die Alster ist nur 2,50 Meter tief und wird in ihrer Mitte von zwei Brücken überspannt, die man per Auto, S-Bahn oder zu Fuß überqueren kann. Nördlich der beiden Brücken erstreckt sich die größere Außenalster, südlich davon liegt die kleinere Binnenalster. Sie ist ein See direkt in der Stadtmitte und wird auf einer Seite vom Jungfernstieg begrenzt. Von hier aus starten die Alsterschiffe, auf denen Sie eine Alstertour per Schiff zu einer der zahlreichen Anlegestellen unternehmen können.

Abgesehen von den Alsterschiffen kann die Alster nicht mit Motorbooten befahren werden. Nur Segelboote, Ruderboote, Kanus und Tretboote sind gestattet. Ein Tipp: Mieten Sie sich ein Boot und unternehmen Sie eine entspannende Bootsfahrt entlang der vielen kleinen Flüsschen. Betrachten Sie die schicken Wohnhäuser am Ufer und die zahlreichen Fische und Vögel vom Wasser aus. Lassen Sie die Seele baumeln und tanken Sie Erholung mitten in der Stadt!

Kultur

Wie Sie sehen, gibt es in Hamburg viel zu erleben. Auch für gehörlose Menschen wird etwas geboten – zum Beispiel Stadtführungen oder Reeperbahn-Führungen in Gebärdensprache mit einem gehörlosen Gästeführer. Solche Führungen gibt es auch durch das Fußballstadion des HSV sowie durch das zugehörige HSV-Museum. Eine gehörlose Museumsführerin bietet Führungen durch die Museumslandschaft Hamburgs an. Halten Sie also die Augen offen und informieren Sie sich über die regelmäßig stattfindenden Termine!

Manchmal werden auch Theateraufführungen mit gehörlosen Schauspielern oder verdolmetschte Theateraufführungen angeboten. Das vielfältige Angebotsspektrum soll zukünftig noch um weitere Angebote ergänzt werden.

Grünes Hamburg

Hamburg ist eine große Stadt, in der es viel zu sehen gibt. Es gibt allerdings auch viele grüne Oasen, an der man sich zurückziehen und entspannen kann.

So gibt es von St.Pauli bis zur Alster einen grünen Gürtel um das Zentrum herum. Früher standen dort die Befestigungsmauern, um sich gegen die Kanonen äußerer Feinde zu wehren. Heute sind die Mauern nicht mehr da, dafür dieser grüne Bereich, welcher Planten un Blomen genannt wird. Hier sind nun viele Spielplätze für Kinder,  eine Kunsteisbahn, welche im Winter zum Schlittschulaufen und im Sommer zum Rollschuhlaufen oder Inline-Skating genutzt werden kann. Es gibt dort auch einen japanischen Garten mit typischen Pflanzen aus Japan sowie ein Teehaus. Zudem gibt ein Tropenhaus, in welche man Pflanzen aus heißen Regionen wie Afrika bewundern kann.

Was machen die Hamburger, wenn es Wochenende ist und auch richtig warm? Sie gehen in den Stadtpark! Es sit ein riesiges Gelände mit vielfältigem Angebot. Man kann dort Sport treiben, schwimmen gehen, Konzert lauschen oder – was viele gerne dort unternehmen: grillen. Es ist ein großer Park zum Entspannen. Es gibt zudem dort auch einen Wasserturm, bei dem man die Sterne beobachten kann und in dem viele Veranstaltungen stattfinden.

Wenn Sie Tiere mögen, dann sollten Sie einen Besuch im Hagenbecks Tierpark nicht versäumen. Es sind dort über 1.850 Tiere zu sehen. Neben Elefanten, Giraffen, Löwen,  Tigern gibt es dort auch verschiedene Affenarten zu sehen. Besonders der Besuch im Affenhaus ist sehr zu empfehlen. Ganz neu ist nun das Eismeer. Dort ist eine eigene Welt für Tiere aus der Kälte, für Eisbären, Pinguine und Seehunde. So gesehen ist der Tierpark nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene sehr interessant.  

Nahverkehr

Haben Sie einen Schwerbehindertenausweis mit Wertmarke? Wunderbar! Denn in Hamburg braucht man kein Auto. Stattdessen steht Ihnen mit dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ein Verbundnetz aus 30 verschiedenen Unternehmen zur Verfügung, dessen Bahnen, Busse und Schiffe Sie nutzen können. Das Verbundnetz erstreckt sich über die Stadtgrenzen hinaus bis in die umliegenden Ortschaften. Sie profitieren von den reibungslosen Bus-, Schiffs- und U-Bahn-Verbindungen. Montags bis freitags zwischen 05:00 Uhr und 23:00 Uhr fahren die Busse oft im 5-Minuten-Takt, nach 23:00 Uhr sowie am Wochenende etwa alle 20 Minuten. So müssen Sie niemals lange warten.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Im HVV können Sie nicht nur mit Bus und U-Bahn fahren, sondern auch eine lohnenswerte Schifffahrt entlang der Elbe unternehmen. Genießen Sie den Ausblick vom Schiff aus und steigen Sie ganz nach Wunsch an den verschiedenen Anlegestellen aus und ein. Ein Beispiel für eine mögliche Route: Steigen Sie an den Landungsbrücken ein und fahren Sie mit dem Schiff bis zum Fischmarkt. Dort können Sie den Fischmarkt und das russische U-Boot aus früheren Zeiten besichtigen. Fahren Sie dann weiter mit dem Schiff bis zur Anlegestelle Övelgönne, auch Museumshafen genannt, wo es viele verschiedene Schiffe zu sehen gibt. Wenn Sie ein Stück weiter laufen, an hübschen Häusern und verschiedenen Restaurants vorbei, gelangen Sie zum Elbstrand. Dort können Sie nach Lust und Laune am Strand liegen, ein Eis essen oder spazieren gehen.

Steckbrief

Ralph Raule

Autor/Sprecher: Ralph Raule

Alter: 48

Vorsitzender des Gehörlosenverbands Hamburg e.V.   (www.glvhh.de) und selbst gehörlos.

Gebärdensprache ist für ihn Hobby und Beruf zugleich: er gründete 2003 die Firma Gebärdenwerk mit, die auf Produkte und Dienstleistungen rund um Gebärdensprache spezialisiert ist.

Interessen: Fußball und Zeit mit der Familie verbringen

Kontakt

Bei Fragen oder Anregungen können Sie uns zwischen Mo - Sa von 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr kontaktieren unter:

040 - 300 51 851

Kontaktmöglichkeit für gehörlose Gäste:

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