Hamburger Freizeitwirtschaft
Die touristisch relevante Freizeit-Infrastruktur ist eine wichtige Säule des Tourismus und die touristische Entwicklung einer Stadt ist bedeutsam, wenn nicht gar entscheidend, für deren Markterfolg.
Daher hat die HHT in Anlehnung an das Sparkassen-Tourismusbarometer das Instrument der Hamburger Freizeitwirtschaft eingeführt.
Hierbei werden tourismusrelevante Einrichtungen aus Freizeit und Kultur nach ihren Besucher- bzw. Nutzerzahlen befragt, da diese einen einfachen Indikator für den Markterfolg darstellen.
Es ist ein Anliegen des Hamburg Tourismus Monitoring über die Bedeutung, Situation, Probleme und Markterfolge dieser Unternehmen zu berichten. Eine langfristige Betrachtung lässt Rückschlüsse über generelle Veränderungen zu und kann ggf. eine Antwort auf die Frage geben, wie sich ein Großteil der touristischen Infrastruktur im Markt behauptet, wo sich Perspektiven ergeben, aber auch wo Risiken und Nachfragerückgänge zu erkennen sind.
Zurzeit stellen 36 Einrichtungen aus den Segmenten Bäder, Tierparks, Museen, Theater, Erlebnis, Musicals und Schifffahrt der HHT ihre Besucherzahlen zur Verfügung. Im 1. Halbjahr 2007 erreichten die hamburgischen Freizeitstationen dank des milden Wetters in den ersten Monaten ein starkes Plus von 7,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser positive Trend der ersten Jahreshälfte konnte sich jedoch nicht das ganze Jahr fortsetzen und für das Jahr 2007 insgesamt wurde ein leichter Besucherrückgang von -1,3% gegenüber dem Vorjahr verzeichnet.
Langfristig betrachtet zeigt sich bei der Entwicklung der Besucherzahlen der letzen fünf Jahre eine Steigerung um 3%. Die Analyse zeigt, dass sich die einzelnen Angebotstypen sehr unterschiedlich und auch nicht einheitlich entsprechend der Übernachtungszahlen der Hansestadt entwickeln. So spielen äußere Rahmenbedingungen wie das Wetter, aber auch die Ausflugshäufigkeit der Hamburger und der Tagesgäste sowie besondere Ereignisse eine entscheidende Rolle in Bezug auf die Entwicklung dieses wichtigen Bereiches der touristischen Infrastruktur.
Das Jahr 2007 hat gezeigt, dass mit innovativen und interessanten Veranstaltungen und Angeboten sowie der Einführung neuer Attraktionen, gepaart mit einem konsequenten Marketing die Besucherzahlen stimuliert werden können. Dieser Weg muss auch zukünftig beschritten werden, um den Markterfolg der tourismusrelevanten Freizeit- und Kultureinrichtungen der Hansestadt zu sichern.
Quelle: Eigene Erhebung, HHT 2008