Hamburg im Februar - Das sind unsere Tipps

Das junge Jahr wird zwei Monate alt und der Februar ist zwar kurz, aber randvoll mit Theater, Lesungen, Konzerten und Ausstellungen. Der Monat startet am 1. mit der Langen Nacht der Literatur und Ende Februar kann man sich im Savoy das National Theatre mit „Cat on a Hot Tin Roof“ anschauen. Und dazwischen? Kinderkonzerte in der Laeiszhalle, Verleihung der Goldenen Kamera, jede Menge Messen und wenn es schon kalt ist, warum nicht einfach mal Schlittschuhlaufen in der EisArena!

 


Plattdüütsch för Anfängers. Komödie von Sönke Andresen

© Sinje Hasheider klein

bis Samstag 24. Februar, Ohnsorg Theater

Bis zum 24. Februar findet im Ohnsorg Theater noch Globalisierung auf Plattdeutsch statt. Der neue Oberspielleiter am Haus, Murat Yeginer, bringt in dem charmanten Bühnenstück „Plattdüütsch för Anfängers“ mit viel Witz und Ironie das Thema Integration in die norddeutsche Provinz.

Uwe Hinrichs, waschechtes Nordlicht und leidenschaftlicher Platt-Schnacker, kann es kaum glauben: ausgerechnet in seinem Haus soll eine Gruppe junger Flüchtlinge einquartiert werden! Doch alles Zetern des kauzigen Alten hilft nichts. Der Bürgermeister und eine engagierte Projektleiterin haben es sich zur Aufgabe gemacht das Integrationsprojekt im Dorf erfolgreich durchzusetzen. Hinrichs soll den Geflüchteten sogar Deutschunterricht geben. Und das tut er – wie könnte es anders sein – auf Plattdeutsch. Und aus der anfänglichen Ablehnung wird nach und nach echte Zuneigung.  

Erleben Sie mit „Plattdüütsch för Anfängers“ einen Kulturschock der norddeutschen Art, bei dem allein schon die schlagkräftigen Dialoge in einem aberwitzigen Kauderwelsch aus Deutsch, Englisch und natürlich Plattdeutsch für Lacher sorgen. Da kann es schon einmal hoch hergehen und auch eine alteingesessene Dorfgemeinschaft im platten Hinterland kann aus dem amüsanten Zusammentreffen noch einiges lernen.

Plattdüütsch för Anfängers // verschiedene Termine bis 24.2., 16 oder 19.30 Uhr // Ohnsorg Theater, Heidi-Kabel-Platz 1 (St. Georg) // HVV: Hauptbahnhof


English Theatre: Cat on a Hot Tin Roof

Montag 26. Februar, Savoy Filmtheater

Monat für Monat holt das Savoy Kino für Sie herausragende Theaterinszenierungen live und in englischer Sprache aus dem Londoner National Theatre auf die Leinwand nach Hamburg. Am 26. Februar können Sie es sich mit Popcorn und Cola in den gemütlichen Kinosesseln bequem machen und „Cat on a Hot Tin Roof“, eine Inszenierung des australischen Regisseur Benedict Andrews, auf sich wirken lassen. In dem Meisterwerk von Tennessee Williams hat es die Familie Pollitt mit Baumwollplantagen zu viel Geld gebracht. Als das Familienoberhaupt „Big Daddy“ an Krebs erkrankt, gehen unter den Kindern die Streitigkeiten um das Erbe los. „Ich möchte den Wahrheitsgehalt von Erlebnissen innerhalb einer Gruppe von Menschen darstellen,“ beschrieb Williams das in den 1950er Jahren entstandene Stück einst selbst. „Jenes (...) Zusammenspiel lebendiger Wesen in der Gewitterwolke einer gemeinsamen Krise.“ 

Andrews überträgt die Handlung um die Farmer-Familie aus Mississippi in unsere Gegenwart und lässt die Geschehnisse in einem gut betuchten Upperclass-Milieu ungeschönt auf das Publikum hereinbrechen. Allein das hochkarätige Staraufgebot mit Jack O’Connell, Colm Meany und Sienna Miller in den Hauptrollen machen das Stück sehenswert, während die radikale Inszenierung einmal mehr schonungslos die Abgründe der menschlichen Seele freilegt.

Cat on a Hot Tin Roof // 26.02., 20 Uhr // Savoy Filmtheater, Steindamm 54 (St. Georg) // HVV: Hauptbahnhof 

 


Hamburgs beste Nichtraucherkneipen

© Chris Beck pixelio.de

Verschiedene Orte

Im Januar feierte das Hamburger Nichtrauchergesetzt 10-jähriges Jubiläum. Allerdings bedeutet das nicht, dass in der Hansestadt seit 10 Jahren in Restaurants und Kneipen prinzipiell nicht geraucht werden darf. Das Gesetz lässt viele Ausnahmen zu. Wir zeigen Ihnen die 6 besten Orte, an denen man garantiert ohne Tabakrauch, aber ganz authentisch und gemütlich Bier oder Cocktails trinken kann.

Ponybar // Grindelviertel
Die Ponybar liegt quasi auf dem Universitäts-Campus und ist daher sehr studentisch und jung geprägt. Regelmäßig finden hier feine Konzerte und Jamsessions statt. Es gibt einen Kicker und die Musik kommt von den DJs auf der Kanzel. Sonntags kann man hier übrigens Tatort gucken.
Ponybar // Allende-Platz 1 // HVV: Grindelhof (Bus 4, Bus 5) oder Bf. Dammtor (S11, S21, S31)


Aalhaus // Altona-Altstadt
Das Aalhaus vereint Stil, Nachbarschaftstreff und eine erlesene Getränkeauswahl. Ob für einen ruhigen Abend, zum Genuss von Konzerten, Lesungen sowie zur Teilnahme am Kneipenquiz oder Doppelkopfturnier, so viel Charme gibt’s nur hier. Anfahrt: S-Holstenstraße
Aalhaus // Eggerstedtstraße 39 // HVV: Holstenstraße (S11, S21, S31, Bus)


Möwe Sturzflug // St. Pauli 
Mitten auf St- Pauli ist die hippe Bar Möwe Sturzflug gelegen. Hier kann man am Wochenende bis spät in die Nacht feiern, sehr gute Cocktails trinken und sich an dem liebevollen Interieur erfreuen.
Möwe Sturzflug // Clemens-Schultz-Straße 96 // Sonntag geschlossen // HVV: St. Pauli (U3, Bus)


Sofabar Zoë // St. Pauli
In der Sofabar ist der Name Programm. Die Sofadichte ist nirgendwo anders in Hamburg so hoch. Neben dem gemütlichen und stilsicheren Barock-Interieur ist die Bar aber auch für ihre Bierspezialitäten und eine gute Cocktailauswahl bekannt. Sie ist perfekt zwischen Schanzenviertel und St. Pauli gelegen.
Zoë // Neuer Pferdemarkt 17 & 19 // HVV: Feldstraße (U3), Sternschanze (S11, S21, S31, U3)

 

Freundlich & Kompetent // Barmbek Süd // Sonntag geschlossen
Die Musik-Bar im Untergeschoss der Hamburger Meile ist stilistisch dank des Mixes aus gemauertem Klostergewölbe und Streetart ungewöhnlich. Hier finden neben Livekonzerten regelmäßig DJs ihren Platz an den Turntables. Für jedermann gibt es regelmäßig die Open Stage und das monatliche Kickertournier.
Freundlich + Kompetent // Hamburger Str. 13 // HVV: Mundsburg (U3)

 


„Wenn wir tanzen, summt die Welt“

© Lisa Ursula Tschanz

Samstag 24. und Sonntag 25. Februar, Monsun-Theater

Der junge Autor Finn-Ole Heinrich ist mit seinen unerschrockenen und angenehm-anarchischen Theaterstücken und Erzählungen aus der Hamburger Literaturlandschaft nicht wegzudenken. Für seine einzigartigen Geschichten hat er in den letzten Jahren auch diverse Auszeichnungen erhalten, zum Beispiel den Jugendliteraturpreis im Jahr 2012.

Zusammen mit Dita Zipfel hat er jüngst ein Stück über ein altes Ehepaar geschrieben. „Wenn wir tanzen, summt die Welt“ feiert am 24. Februar am Monsun-Theater in Altona Premiere. Die zwei Protagonisten sind jenseits der 80 und seit ungefähr 50 Jahren verheiratet. Glücklich. Doch wie verändert sich ihre Beziehung, wenn sich im Laufe der Zeit auch die Sicht auf das gemeinsam Erlebte verändert und sich die eigene Wahrnehmung nicht mehr mit der Wahrnehmung des Gegenübers deckt? In dem Zwei-Personen-Stück geht es um „Formen der Erinnerung und das Loslassen: Viele Menschen horten über Jahrzehnte Dinge in ihrem Zuhause, ab einem bestimmten Punkt verlieren sie ihre Bedeutung und sie werden aussortiert.“
Von dem Musiker und ehemaligen Wahl-Hamburger Spaceman Spiff wird die Geschichte musikalisch begleitet. Seine Klangcollagen basieren auf Alltagsgeräuschen, die der Künstler im eigenen Umfeld aufgenommen hat. „Das sind zum Beispiel knarzende Dielen, quietschende Duschvorhänge, ein rauschendes Küchenradio oder eine knatternde Waschmaschine“ verrät uns Spaceman Spiff im Gespräch.

„Wenn wir tanzen, summt die Welt“ // 24.02. und 25.02., weitere Termine 14.02. und 15.02., jeweils 20 Uhr // Monsun-Theater, Friedensallee 20 (Altona) // HVV: Altona (S-Bahn, Bus)


Künstlerbücher – Die Sammlung

Noch bis Montag 2. April, Kunsthalle Hamburg

Künstlerbücher sind nicht einfach nur Bücher. Es sind Kunstwerke in Buchform: Projekte, Illustrationen, Manifeste, Konzepte, Fotografien, Klangräume – schlicht Welten – die zwischen zwei Deckel gebannt werden. Aber nicht mal der Deckel ist ein Muss. Die Kunsthalle Hamburg präsentiert erstmals ihre gut gehütete und umfangreiche Sammlung an Künstlerbüchern in einer einzigartigen Ausstellung. Seit den 1960er Jahren sind Künstlerbücher internationale verbreiteter und als eigenständige Kunstgattung etabliert. In dieser Gattung wird spielerisch das Medium Buch mit Improvisation, Musik, Aktionen, Prosa und anderen künstlerischen Ausdrucksformen verbunden. Die Vielfalt der Ausstellungs-Bücher gibt die Vielfalt der Künstler wider, die in der Kunsthalle vertreten sind. Sie finden Werke der Minimalisten Sol LeWitt, Ed Ruscha und Maurizio Nannucci aber auch namhafter Künstler anderer Strömungen wie Andy Warhol, Joseph Beuys, A. R. Penck oder des Hamburgers Dieter Roth. Von ihm sind die Bücher, die in geometrischen Formen, Quadraten und Kreisen gestaltet sind und spiralgebunden. Sie muten wie Kinderbücher an, aber beinhalten eine Auseinandersetzung mit der Philosophie Wittgensteins. Man sollte Bücher eben nicht nach ihrem Umschlag beurteilen.

Künstlerbücher – Die Sammlung // bis 2.4. // Kunsthalle Hamburg, Glockengießerwall 5 (St. Georg) // HVV: Hauptbahnhof


Schlittschuhlaufen in der EisArena

Noch bis 15. März, EisArena Hamburg

Wenn man üben möchte, wie man sicher übers Glatteis kommt, dann ist die EisArena mitten im Park „Planten un Blomen“ genau der richtige Ort dafür. Aber man kann hier nicht nur einfach übers Eis gleiten, sondern auch Eisstockschießen ausprobieren, einen Wandertag veranstalten oder seinen Geburtstag feiern. Das alles in einer wunderschönen Lage mitten in Hamburg auf der mit 4300 Quadratmetern größten Kunsteisbahn Deutschlands. Um sich das etwas besser vorstellen zu können: so groß wie 3 Eishockey Felder. Neben der riesigen Eisfläche gibt es ein Bistro, in dem man sich für eine weitere Fahrt stärken kann oder das Park Café, in dem man sich nach dem kalten Treiben mit einem heißen Getränk wieder aufwärmen kann. Wer es etwas ausgefallener haben möchte, der kann jeden Freitag und Samstag ab 19 Uhr zur Clubnight. Das heißt, auf einer bunt beleuchteten Bahn kann man zu der Musik eines Live-DJ hier schwungvoll und im Takt seine Runden drehen. Schnallen Sie sich Kufen unter die Füße und ab auf die Eisbahn!

EisArena Hamburg // bis 15.03., 10 - 22 Uhr // EisArena Hamburg, Holstenwall 30 (St. Pauli) // HVV: U-Bahn Station St. Pauli

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