Ab 18
"Eintritt erst ab 18 Jahren", ein Schild, das vor einigen Lokalen und vor allem vor der Herbertstraße prangt. Hier noch mit dem
Zusatz, dass Frauen keinen Zutritt haben. Rund um die Reeperbahn gibt es einiges, was als "nicht jugendfrei" gilt.
Der Sex gegen Geld zum Beispiel.
Doch wer das 18. Lebensjahr erreicht hat, braucht dafür nur 50,00 bis 100,00 Euro. Extras kosten selbstverständlich mehr.
Tabledance - bezahlt wird mit Spielgeld
In den Tabledance-Bars hingegen ist nur das Anschauen erlaubt, Anfassen nicht. Die Regeln sind strikt, und die Tänzerinnen bestimmen, wie weit sie gehen. Ob sie sich wie im "Dollhouse" – überregional berühmt für seine durchtrainierten Tänzer und Tänzerinnen – die Dollar (1 Dollhouse-Dollar = 1,50 Euro) in den Slip oder ins Strumpfband stecken lassen, oder ob sie sich einen Gast als zweiten Tänzer auf die Bühne holen. Dabei bedienen sie mit ihren Kostümen fast jede Vorliebe - vom braun gebrannten Seemann bis zur Motorrad-Mieze.
Saftige Getränkepreise
So eine heiße Show macht natürlich durstig. Aber Achtung: Wer etwas anderes als Bier trinken will, erlebt eventuell am Ende des Abends eine Überraschung in Form einer satten Rechnung. Gleiches gilt auch für die anderen Tabledance-Bars, wie beispielsweise das "Tutti Frutti". Das Bier kostet hier zwar "nur" 10,00 Euro, der Cognac liegt hingegen schon bei 20,00 Euro und die Flasche Sekt gar bei 300,00 Euro. Hier tanzt eine Tänzerin so lange, wie das Lied dauert. Dabei ist der Abschluss meist das Fallen des Höschens. Vorsicht ist geboten, wenn sich eine Tänzerin zum Gast setzt und fragt, ob man ihr nicht etwas zu trinken ausgeben wolle. Die Dame bestellt sicher nichts Geringeres als Sekt!
Kabarett und Erotik für höchste Ansprüche
Die Kult-Adresse, und das mittlerweile einzige Erotic-Kabarett auf St. Pauli, ist das "Safari". Die Darsteller der kleinen Theater-Shows wie "Phantom der Oper", "Cabaret" oder "Rocky Horror" lassen im Laufe ihrer Performance alle Hüllen fallen und spielen die Geschichte an der Stelle weiter, wo im Film meist die Blende fällt...
Vor jeder Tabledance-Bar oder den Varietés versuchen übrigens die sogenannten Koberer, meist schon ältere Herren, Gäste in das Lokal zu locken. Manche tragen Portierskleidung, andere das, was die Kälte der Nacht abhält, normale Straßenkleidung. Das braucht Sie nicht abzuschrecken. Es ist eine alte hanseatische Tradition - "ankobern" bedeutet so viel wie anwerben.
Shopping für Experimentierfreudige
Wer weniger Gefallen am Zuschauen findet und sich lieber mit seinem Partner oder seiner Partnerin ins Hotel oder in die eigenen Wände zurückzieht, findet auf der Reeperbahn außerdem auch jede Menge Erotik- und Dessous-Shops.
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