Schanze und Karoviertel
Diese angesagten Ecken der Stadt sind exzentrisch, hip und politisch – einem Bevölkerungs-Mix aus Alternativen, Werbern, Studenten und Künstlern sei Dank.
Die Schanze: Schon in den 70er Jahren wandelte sich das kunterbunte Viertel zwischen Schulterblatt, Schlachthof und Stresemannstraße vom Arbeiterviertel zum Schmelztiegel: Immigranten und Punks, Künstler und Freaks schätzten die vielen kleinen Läden zum Shoppen, die Döner-Buden, Secondhand-Shops, portugiesischen Cafés sowie die allgegenwärtigen asiatischen Bok-Imbisse, die das Straßenbild prägen. In den 90er Jahren entwickelte die Schanze dann eine so starke Sogwirkung auf zumeist Studenten, Junge und Jung-gebliebene, dass das Viertel einen regelrechten Hype erlebte.
Wer die Schanze kennenlernen will, startet an der Roten Flora: Das marode Theater am Schulterblatt war jahrelang Objekt eines teilweise dramatischen Protests der Viertelbewohner gegen den Bau eines Musicaltheaters. Heute ist sie autonomes Kulturzentrum und politischer Treffpunkt.
Überhaupt ist hier abends eine Menge los - Kneipen- und Club-technisch ist die Schanze schon seit Jahren eine der besten Adressen Hamburgs. Manche meinen, dass das ehemals radikale Viertel brav und kommerziell geworden sei - eine Entwicklung, die in Hamburg auch schon andere Gebiete erlebt haben und erleben. Das Nebeneinander von sozialem Brennpunkt und Party-Szene ist sicher nicht unproblematisch, bleibt aber reizvoll.
Wer schon in der Schanze unterwegs ist, sollte auch gleich einen Abstecher ins Karoviertel machen, das zwischen dem ehemaligen Schlachthof und der Feldstraße liegt. Auf der Marktstraße gibt es eine Shopping-Meile für Secondhand- und Designer-Klamotten - sehr angesagt, sehr individuell, aber nicht ganz billig. Also vielleicht doch lieber auf einem der vielen Flohmärkte der Gegend sein Glück versuchen?
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