UNESCO-Weltkulturerbe

    Was haben der Taj Mahal in Indien, die peruanische Inkastadt Machu Picchu und die Pyramiden von Gizeh mit Hamburg gemeinsam? Sie alle zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Am 5. Juli 2015 ist das Ensemble „Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus“ in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen worden und gehört damit zu den weltweit rund 1200 „Meisterwerken menschlicher Schöpfungskraft von universellem Wert“.

    Faszinierende Architektur, große Geschichte und zwei Quartiere voller Leben – das ist Hamburgs Weltkulturerbe. Die historische Speicherstadt und das angrenzende Kontorhausviertel mit dem legendären Chilehaus sind Zeugen einer ganz besonderen Entwicklung. War die Innenstadt bis dato Wohnraum für die Bevölkerung, entwickelte sich der Stadtkern Ende des 19. Jahrhunderts zu verschiedenen Dienstleistungsquartieren: Die Speicherstadt wurde zum Zentrum des Handels ausgebaut, während wenige Meter weiter östlich die ersten Bürogebäude – sogenanne Kontorhäuser –  für die hafenrelevante Nutzung entstanden. Kurzum: Die moderne City war geboren. Die UNESCO würdigt diese beiden Quartiere, die in ihrer Größe und der spezifischen Architektur bis heute erhalten geblieben sind, mit dem internationalen Kultursiegel.

    Prädikat: Sehenswert!

    Wer Hamburg kennenlernen will, muss die Speicherstadt erleben – sie ist die Keimzelle der maritimen Metropole.  Die zwischen 1885 bis 1927 errichteten „Stadt aus Speichern“ mit ihrem Verbindungsnetz aus Straßen, Kanälen und Brücken ist der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex der Welt und fast komplett in neugotischer Backstein-Architektur errichtet. Zu Fuß oder zu Wasser mit einer historischen Barkasse lässt sich die Speicherstadt mit ihren verzierten Giebeln und Türmchen am besten erkunden. Auf dicken Eichenpfählen wurden die Lagerhäuser ab 1883 als Teil des Hamburger Freihafens errichtet, um Importgüter zollfrei zu lagern, zu veredeln und  zu verarbeiten. Wo früher Kaffee, Tee und Gewürze Platz fanden, lagern heute vor allem elektronische Waren und Teppiche.  Darüber hinaus hat sich die Speicherstadt zum Hotspot für kreative Köpfe entwickelt: Große Werbe- und PR-Agenturen finden hier genauso Platz wie Showrooms kleiner Designer oder die Trainingsräume der Musicalstars von morgen. Dazu ist die Speicherstadt mit ihren zahlreichen Museen ein echtes Kulturquartier. Der Duft der weiten Welt liegt auch heute noch immer in der Luft:  Ob Kaffee, Tee oder Schokolade – auf den Spuren der klassischen Kolonialwaren haben sich hochwertige Manufakturen angesiedelt.

    Welt. Kultur. Hamburg.

    Spitzenmäßig – so lässt sich das Chilehaus wohl am besten beschreiben. Als eines der ersten Hochhäuser Hamburgs wurde es 1922 errichtet und war mit der an ein Schiffsbug erinnernden Spitze schon damals eine überregional bekannte Sehenswürdigkeit. Heute gilt es als Ikone des Backsteinexpressionismus.  Auf 10 Stockwerken wurden rund 4,8 Millionen Steine verarbeitet – von Hand! Beim Bau des Chilehauses mussten einige Besonderheiten berücksichtigt werden. Durch die Nähe zum Zollkanal und zur Elbe war der Bauuntergrund äußerst weich, sodass das Grundstück um jeweils zwei Meter nach Süden und Osten abfällt. Diese Höhenunterschiede wurden durch Sockelgeschosse aufgefangen. Für die Stabilität des Baus wurden Eisenbetonpfähle mit einer Gesamtlänge von 18.000 Metern verbaut. Der Heizungsraum ist in Form eines beweglichen Senkkastens angelegt. Sollte es zu Springfluten kommen, geht der Senkkasten nicht unter. Er passt sich flexibel an und schwimmt der Flut entsprechend auf. Die Bezeichnung Chilehaus basiert auf dem Bauherrn und Unternehmer Henry B. Solman. Sein Vermögen von 60 Millionen Mark hatte er einst mit dem Handel von Salpeter aus Chile gemacht. Genau wie die Speicherstadt ist auch das Kontorhausviertel heute ein Gebiet zum Leben, Arbeiten, Erkunden und Genießen – ein Treffpunkt von Hamburgern und Touristen.

    Über die UNESCO

    Die UNESCO (kurz für: Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) hat sich zur Aufgabe gemacht, dass kulturelle Erbe der Welt zu schützen, die kulturelle Vielfalt zu bewahren sowie den Dialog zwischen den Kulturen anzuregen. Die UNESCO wählt die Zeugnisse aus Menschheits- und Naturgeschichte nach strengen Kriterien aus. Maßgebend ist für die Ernennung zum Weltkulturerbe die herausragende universelle Bedeutung des Kulturguts aus historischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen. Übergreifende Kriterien für die Auswahl sind die jeweilige Einzigartigkeit, Authentizität und Unversehrtheit. Weltweit sind über 1000 Welterbestätten auf allen Kontinenten Zeugnisse der Menschheitsgeschichte. Mit der Ernennung von Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus erhält Hamburg erstmalig das UNESCO-Prädikat und beschert der Bundesrepublik Deutschland die insgesamt 40. Welterbestätte neben u.a. dem Kölner Dom, dem Norddeutschen Wattenmeer oder der Berliner Museumsinsel.

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    UNESCO-Weltkulturerbe Was haben der Taj Mahal in Indien, die peruanische Inkastadt Machu Picchu und die Pyramiden von Gizeh mit dem Kontorhausviertel und der Speicherstadt Hamburgs gemeinsam? Sie zählen alle zum UNESCO-Weltkulturerbe, denn seit dem 5. Juli 2015 dürfen sich auch das hamburgische Kontorhausviertel mit dem Chilehaus und die Speicherstadt offiziell dazu zählen.
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