Cowboy-Epos

Foto: G2_Baraniak

Beste Unterhaltung: Die Inszenierung "Jenseits von Eden" am Altonaer Theater

Gut und Böse, zwei Prinzipien, die ständig miteinander ringen sind substanzieller Teil so mancher Geschichte, die die Massen fesselt. Die an Leinwände bannt, oder in Bücherseiten zieht. In Harald Weilers Inszenierung von John Steinbecks Klassiker „Jenseits von Eden“ am Altonaer Theater sorgt dieser Konflikt dafür, dass man als Zuschauer das Gefühl hat, mit dem Theatersessel zu verschmelzen. Von Anfang an fiebert man mit den Figuren mit, die in der kalifornischen Provinz nach Liebe und Anerkennung suchen und deren Reinheit und Integrität an den Umständen zerbricht. Die böse handeln, weil ihnen Böses widerfährt. Die das Rechte tun wollen, und dabei in die Irre gehen.

Die Bühnenfassung von Ulrike Syha orientiert sich dabei kaum an dem bekannten Film mit James Dean, sondern vor allem an dem Roman. Wie in diesem wird auch auf der Bühne eine umfassende Familiengeschichte erzählt, die in dem Konflikt zwischen zwei sehr unterschiedlichen Brüdern mündet.

Das ist gut gelungen, verschiedene Erzählstränge verbinden sich harmonisch. Eine Schar von Nebenfiguren machen das Geschehen zusätzlich interessant. Neben der verführerischen Psychopathin Cathy, dem in sich zerissenen Vater Adam und dem Zwillingspärchen Caleb und Aron treten noch ein Chinese auf, den es auf rätselhafte Weise nach Kalifornien verschlagen hat und zwei singende und musizierende Erzähler. Eine sehenswerte Inszenierung, die in eine andere Welt entführt. Cowboys, Farmer und tragische Figuren. Perfekt für kalte, düstere Wintertage!

Vorstellungen noch bis zum 20. Februar. Karten gibt es unter www.altonaer-theater.de

Katharina (Kulturredaktion)

Autor des Artikels: Katharina (Kulturredaktion)

Katharina (30), arbeitet als freie Journalistin in Hamburg. Sie liebt es, in die Vielfalt des Hamburger Kulturlebens einzutauchen und in den Kontrasten zu baden. Sie betrachtet die Welt vorzugsweise durch eine poetische Brille und hat eine Schwäche für gut erzählte Geschichten, melancholische Musik und alles Romantische.

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