Von Mäusen, Menschen und mehr

Foto: Janto Djassi

Der Mensch ist ja auch nur ein Tier? Die Gruppenausstellung „MenschTierWir“ in der Affenfaust Galerie geht dem spannungsgeladenen und liebevollen Verhältnis von Mensch und Tier auf die Spur.

Mensch und Tier. Für gewöhnlich wird zwischen den zwei Arten von Lebewesen eine scharfe Trennlinie gezogen. Dass man Menschen und Tiere aber auch als gemeinsame Gruppen betrachten kann und dabei nicht zwingend den Blickwinkel des Homo Sapiens einnehmen muss, zeigt die Ausstellung „MenschTierWir“. In Exponaten von 55 Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Comic, Collagen oder Plastiken wird der Facettenreichtum des Themas deutlich. Ob als coole Motive in der Streetwear, in denen urbane Raubtiere mit Basecap gezeigt werden, oder mit kalten Bilden, in denen die Domestizierung durch den Menschen veranschaulicht wird.

Realismus, Stilmittel des Expressionimus, Abstraktion und Groteske treffen aufeinander. Aber auch Humor darf dabei nicht fehlen. Kein Wunder, dass Kurator Elmar Lause seine Arbeit mit folgenden Worten beschreibt: „Ich kura TIERE“. Vielleicht passt es, „Also bin ich“ anzuhängen. Auch eine Skulptur, die schon für einige Diskussion in der Kunstszene und darüber hinaus sorgte, ist im Rahmen der Ausstellung zu sehen: „Die pinkelnde Petra“. Petra ist eine Polizistinnen-Statue in Realgröße, die in hockender Position mittels integrierten Wassertanks auf den Boden zu urinieren scheint. Gesellschaftskritik und Provokation erweitern das Themenspektrum in der Affenfaustgalerie.

IchTierWir bis 13.11.2016 // Mittwoch, Donnerstag, Samstag 14 – 18 Uhr // Affenfaust Galerie, Paul-Roosen-Straße 43

Führungen mit dem Kurator: 29.10. und 5.11. Anmeldung erforderlich

Pauline (Kulturredaktion)

Autor des Artikels: Pauline (Kulturredaktion)

Pauline (29) heißt im echten Leben Katharina Scheuermann und ist vor zwei Jahren aus der fränkischen Provinz nach Hamburg gezogen. Sie arbeitet als Texterin und pflegt ein eigenes kleines Modelabel. Pauline mag klassische Musik, modernes Theater, trauriges Kino, abgedrehten Humor und die kleinen Haubentaucher in der Alster. Als rasende Reporterin ist sie immer auf der Suche nach neuen Formen von Kunst und Kultur.

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