Zocken im Museum

Foto: Michaela Hille

Wer sich einmal quer durch die Geschichte des Videospiels arbeiten, Moment, besser passt eigentlich „daddeln“ möchte, kann das noch bis zum 23.04.2017 im MKG tun.

Das Videospiel ist salonfähig. Obwohl die Games-Szene eine zeitgenössische Kunstform ist, die viel zu lange nicht als solche wahrgenommen oder gewürdigt wurde. Die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe macht dabei mit vielen Vorurteilen Schluss und lädt ein zum Zocken. Es kommt bestimmt nicht so oft vor, dass Kinder ins Museum wollen. Ganz davon zu schweigen, dass sie sich dann nicht mehr von den Exponaten losreißen können. Wobei Kinder hier ein sehr dehnbarer Begriff und schon gar kein Kriterium für das Alter der Besucher ist. Denn hier wird jeder wieder Kind. 40 Jahre Videospiele werden hier aufgereiht und spielbar gemacht.

Zu Pferd, im Auto und mit Gitarre

Fast jedes Genre wird gezeigt, allein die Ego-Shooter kommen kurz. Das macht aber nichts, denn die Ausstellung lebt auch davon die Altersfreigabe nicht auszureizen und für alle etwas zu bieten. Neben der Möglichkeit die Spiele zu testen kann man sich auch zu jedem Spiel Concept-Art und Skizzen anschauen. Außerdem kommen die Designer, Produzenten und Autoren selbst in Videos zu Wort. Die Hamburger Szene kommt auch zu Wort, die Indie-Szene wird aufgezeigt und ein Ausblick auf die Zukunft der Spieleindustrie wird auch gegeben. Eine Ausstellung für Nerds, Geeks aber auch Noobs.

 
GAME MASTERS // 28.10.2016.-23.04.2017 // Museum für Kunst und Gewerbe // Steintorplatz, 20099 Hamburg

Pauline (Kulturredaktion)

Autor des Artikels: Pauline (Kulturredaktion)

Pauline (29) heißt im echten Leben Katharina Scheuermann und ist vor zwei Jahren aus der fränkischen Provinz nach Hamburg gezogen. Sie arbeitet als Texterin und pflegt ein eigenes kleines Modelabel. Pauline mag klassische Musik, modernes Theater, trauriges Kino, abgedrehten Humor und die kleinen Haubentaucher in der Alster. Als rasende Reporterin ist sie immer auf der Suche nach neuen Formen von Kunst und Kultur.

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