Das Matjesdenkmal...
Als ich meinen Mann 1988 kennenlernte, fuhren wir in den folgenden Monaten einmal nach Hamburg (seit dem ist Hamburg eine meiner Lieblingsstädte – ehrlich!!!).
Mit dem Taxi ging es am Millerntor vorbei, da zeigte mein Mann plötzlich nach links in einen Park mit den Worten "Das Denkmal müsstest Du eigentlich kennen...". Wir waren aber so schnell vorbei, dass ich es gar nicht wahrnehmen konnte. Meine Frage und wer oder was das gewesen wäre, wenn ich es denn gesehen hätte, beantwortete mein Mann mit "Das hast Du die letzten Tage oft gegessen". Oft gegessen hatte ich in den letzten Tagen – Matjes. Und schloss folgerichtig daraus: "Es ist ein Matjesdenkmal… "?
Die Taxifahrerin ist "sinnbildlich" vor (verhaltenem) Lachen quasi fast an einen Baum gefahren und mein Mann war kurz sprachlos. Ich wusste das überhaupt nicht zu deuten! Ich habe für mein Verständnis total logisch geantwortet, auch wenn es mir komisch vorkam. Man wundert sich ja, für was es alles ein Denkmal gibt...
Als sich mein Mann wieder gefangen hatte, klärte er mich auf, dass Bismarck gemeint war (nicht der Bismarck Hering...). "Ach so" sage ich "wenn Du mir als Hinweis gesagt hättest, es wäre das Denkmal des Gründers des gesamtdeutschen Reiches 1871, dann hätte ich gewusst, was Du meinst".
Ich möchte gern einmal wissen, wie vielen Menschen die Taxifahrerin, immer wenn sie an der Stelle beim Park vorbeikommt, diese Geschichte erzählt hat. Sagen muss ich noch dazu, dass ich damals 1984 aus Dresden nach Westfalen gekommen bin…und natürlich wusste wer Bismarck war…
So führt uns das "Matjesdenkmal" mindestens einmal im Jahr nach Hamburg. Wir haben hier viel erlebt, aber das war mit Abstand das Ausgefallenste…
Eigentlich wollte ich die Geschichte nie jemanden erzählen – aber darüber stehe ich mittlerweile und lache heute immer noch selbst darüber.
Moin moin nach Hamburg !
Elke Gilberts
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