Hummel Hummel nach Hamburg
Seit mehr als 6 Jahren komme ich mindestens 2 x pro Jahr zur Elbmetropole. Dachte: „Jetzt kennst Du so langsam diese Stadt“.
Aber nein, jedes Mal entdecke ich mir Unbekanntes, lerne interessante Menschen kennen, die mir auch schon mal aus den „guten alten Zeiten der Reeperbahn“ erzählen, verweile in aufstrebenden Stadteilen wie z.B. Ottensen (Haltestelle Altona aussteigen) mit seinen einladenden Bistros und kleinen Kunstläden und riskiere einen einmaligen Blick von den „Riverside“-Dachterrassen über Hamburgs Hafen. Die Reeperbahn mit ihren urigen Kneipen, Restaurants, Rotlichtlokalen, Theater und dem neuen „Beatles-Museum“ am Beatles-Platz ist ein „Must“, egal wie MANN (oder FRAU) dazu steht.
Mein Reeperbahn-Tipp: Buchen Sie eine geführte Beatles-Tour + Beatles-Museum-Besuch, die Ihnen zeigt, wo die Jungs gewohnt und musiziert haben oder buchen Sie eine Kult-Kiez-Führung mit Drag Queen Olivia Jones. Ich sage Ihnen: „Einfach schrill“. Typisch essen kann man im „Herzblut“ und seine Nase reinstecken in „Die Ritze“ (falsch, es ist nicht das, was Sie denken). Der Kiez ist eben immer für Überraschungen gut!
Wer zum ersten Mal nach Hamburg kommt, dem rate ich erst mal eine „Entdecker-Tour“ (Bus-Rundfahrt) zu buchen. Dies erlaubt dem Besucher die Vielfältigkeit dieser Stadt von (fast) „allen Seiten“ kennen zu lernen. Abfahrten: Hauptbahnhof über Rathaus, Ladungsbrücken, U-Boot-Anlegeplatz, Hafencity, Speicherstadt und zurück zum pulsierenden Zentrum.
Oder, machen Sie es wie ich: Mieten Sie sich beim Hamburg-Tourismus im Hauptbahnhof den „Hamburg-City-Guide“. Drei Rundgänge mit GPS-Führung erlauben Ihnen ohne Stress ungeahnte Ein- und Ausblicke ab Jungfernstieg, über den Gänsemarkt und den Michel, vorbei an den Krämerstuben bis hin zu den Grünanlagen von „Planten un Blomen“ (wunderbare Grün- und Blumenanlagen, Wasserspiele usw.). Weiter über St. Pauli zum Hafen und zur Erlebniswelt Speicherstadt (u.a. Miniatur-Wunderland, Dialog im Dunkeln, Spicy’s Gewürzmuseum). Ein weiterer Rat meinerseits: Besorgen Sie sich die „Hamburg CARD“ (3 oder 5 Tage/ Einzel oder Gruppen) bei den sehr zuvorkommenden Mitarbeitern der Hamburg-Tourismus am Hauptbahnhof oder in Ihrem Hotel. Sie bietet nicht nur freie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, sondern auch verbilligte Eintritte zu vielen Sehenswürdigkeiten und Restaurants.
Da man Hamburg sehr gut „per pedes“ besichtigen kann, wäre ein Hotel gegenüber vom Hauptbahnhof sehr zu empfehlen, wie z.B. das Maritim Reichshof (in der Kirchenallee). Es liegt zentral für Bahnreisende und ist vom Flughafen, dank der neuen S-Bahn in +- 20 Minuten erreichbar. Zur Info: Es fahren ab Flughafen keine Bus-Shuttles mehr zum Hbf.
Ob Musical-Besuche, Tierpark und Tropenaquarium Hagenbeck, Barkassenfahrten durch die Speicherstadt oder gemütliche Binnenalster-Rundfahrten (ab Jungferstieg), Hafengeburtstag (immer im Mai) und Alsterfest (Ende August), ob Shopping-Spaß in den wunderbaren Einkaufsstrassen Mönckebergstraße (gehobenes Preisniveau) und Spitalerstraße (normales Preisniveau) sowie der „Europa-Passage“ oder im Alsterhaus am Jungfernstieg (etwas teurer) oder der Besuch einer der vielen Kunstausstellungen, Hamburg hat für meinen Geschmack das ganze Jahr über etwas zu bieten. Immer besonders beeindruckend: das Eindocken der „Queen Mary II“ anlässlich ihres Hamburg-Aufenthalts (wieder beim Hafengeburtstag im Mai 2010).
Mein Geheimtipp zu einer Hafenrundfahrt: die schlaue und preiswertere Rundfahrt (nur 8 €) mit den Barkassen der roten „Maritime-Circle-Line“ ab Landungsbrücken 10! Dieser Shuttle-Service erlaubt Ihnen verschiedene Höhepunkte, wie Hafenmuseum, Ballin-Stadt, Hafen-City und Speicherstadt (bei niedrigem Fleet) im „Hopp & Off-System“ (aussteigen, besuchen, mit dem nächsten Schiff weiterfahren) zu erkunden.
Oder besuchen Sie doch mal mit einem Katamaran die rote Insel Helgoland (4-stündiger Aufenthalt mit zollfreiem Wareneinkauf). Abfahrt morgens am Hafen 9.00 Uhr/Rückfahrt gegen 16.30. Ich sage Euch: diese einzigartige Natur- und Vogellandschaft lohnt sich.
Es gäbe noch so vieles über Hamburg zu erzählen. Und Hamburg erkunden ist immer wieder ein Erlebnis und deshalb sage ich: „Hamburg…Moin, Moin…ich komme wieder“.
Denny Dura / Luxemburg
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