Wochenend-Trip nach Hamburg

Wochenend-Trip nach Hamburg

Tanja H.


Zu meinem 40sten Geburtstag habe ich von meinem Mann ein Wochenende in Hamburg geschenkt bekommen. Mit Shopping und allem was dazu gehört. Natürlich habe ich mich vorher informiert, was man da so machen und ansehen muß. Da wir zur Weihnachtszeit gefahren sind, standen auch einige Weihnachtsmärkte auf der Liste. Als erstes sind wir nach dem Einschecken im Dammtor-Palais-Hotel zur U-Bahn und haben uns ein Wochenend-Ticket gekauft. Da das Wetter noch so schön war, sind wir zu den Landungsbrücken gefahren. Dort kannten wir uns schon aus, da wir mal vor ein paar Jahren eine Hafenrundfahrt gemacht haben. Wir beschlossen das Museumsschiff Rickmer Rickmers zu besichtigen, was sich wirklich gelohnt hat. Wir bekamen einen Einblick, in das nicht so komfortable Leben eines Matrosen vor über 100 Jahren.

Geschmückte Straßen und schmucke Weihnachtsmärkte...

Danach haben wir auf den Landungsbrücken die Aussicht und Atmosphäre bei einem Cappuchino genossen. Auf dem Rückweg mit der U-Bahn sind wir bereits an der Stadthausbrücke ausgestiegen, weil da noch ein Weihnachtsmarkt war (den wollte ich auf jeden Fall sehen). Auf dem Weg durch den Neuen Wall fielen uns die horrenden Preise in den Geschäften auf. Dann sahen wir es erst: der Neue Wall ist eine Nobel-Straße mit Nobel-Geschäften, Nobel-Karrossen und wahrscheinlich sehr reichen Nobel-Kunden (leider keinen Promi gesehen). Aber ein Geschäft auf dem Neuen Wall ist auch für Otto-Normal-Verbraucher zu empfehlen: das ist der Fahnen Fleck. Hier gibt es Flaggen, Faschingskostüme, Masken, Schmink-Sets, Deko, VIP-Bänder und viel mehr. Wir staunten wie kleine Kinder - und das hörte auch nicht auf, als wir zum Weihnachts-Markt am Rathaus kamen: Der Weihnachtsmann hing da oben auf einem Drahtseil und fuhr mit seinem Schlitten und unten hängenden Engel quer über den Markt. Dabei erzählte er noch eine Weihnachts-Geschichte. Auch die Buden war so schön geschmückt, wie wir es noch auf keinem Weihnachts-Markt gesehen haben. Und die Krönung war dann der Weihnachts-Markt am Jungfernstieg. Märchenhaft schön....sogar mit einer Eisbahn direkt an der Alster.

Alles riesengroß...

Nach kurzem Aufenthalt im Hotel wollten wir erstmal etwas essen. Natürlich nicht irgendwo - auf meiner Liste mit empfehlenswerten Restaurants stand Erikas-Eck am Schlachthof an erster Stelle. Und aufgrund unseres Riesen-Hungers war das genau die richtige Entscheidung. Es ist ein gemütliches Eck-Lokal mit riesengroßen Portionen zu guten Preisen - sehr zu empfehlen. Da der Winter-Dom (eine Riesen-Kirmes) direkt in der Nähe war, sind wir natürlich darüber gegangen (der Dom ist wirklich riesengroß und meine Füße meldeten erste Schmerzen).

Auf nach St. Pauli bei Nacht...

Danach sind wir direkt nach St.Pauli (was meinem Mann am meisten interessierte). Und es gab auch einiges zu gucken. Natürlich hat auch St. Pauli einen Weihnachtsmarkt - es klang vielversprechend im Internet, aber der Besuch hat sich nicht gelohnt. Wir haben uns in der kleinen SanktPauli-Bar lieber ein Bier gegönnt und dabei die Leute beobachtet.

Im Shopping-Rausch...

Am nächsten Morgen stand erstmal Shopping auf dem Plan. Ganz dringend mußte ich die zahlreichen Passagen sehen:
- Hanse Viertel (sehr schöne Weihnachtsdeko)
- Karolinenviertel (viele Geschäfte für junge Leute)
- Gänsemarkt-Passage (hier gibt es viele schöne Geschäfte für jedermann - ein Besuch lohnt sich - vor allen Dingen das Cafe Engelchen)
- Hamburger Hof Passage (ist eher was für die gehobene Gesellschaft, aber auch ganz nett)
- Rathaus-Passage (hier gibt es viel Kunst)
und als Krönung die Neue Europa-Passage (viel Gastromonie und nicht so interessante Geschäfte, dafür aber eine wunderschöne Weihnachts-Deko)

Nach den ganzen Passagen mußte ich natürlich noch in die Mönckebergstraße - eine typische Einkaufsstraße wie in jeder Großstadt (mit "normalen" Geschäften wie Kaufhof, C&A, H&M...). Für den Hunger zwischendurch steht dort außerdem die bekannte Imbißbude Mö-Grill, wo es eine besonders gute Currywurst geben soll (haben wir aber nicht probiert).
Nach diesem Endlos-Marsch durch Geschäfte und Passagen (mit reichlicher Ausbeute) haben wir uns auf einem Märchenschiff an der Alster bei Kaffee und Kuchen kurz erholt. Im Hotel brauchten wir dann erstmal eine längere Ruhephase (vor allem meine Füße - hatte die falschen Schuhe an und Hamburg ist einfach riesig).

Schmerzende Füße, aber glücklich...

Am Abend sind wir in die Alpha Noble Ice Bar gefahren, aber das war ein Reinfall: erstmal waren wir viel zu früh (21:00 Uhr), dann waren da nur Yuppies in der Lounge und der Eintritt sollte 16,00 € pro Person kosten (inkl.Getränk). Das war nichts für uns. Da haben wir das Wachsfiguren-Kabinett auf St. Pauli vorgezogen. Ist interessant und gruselig. Am späten Abend waren wir dann noch in der Klimperkiste, einer urgemütlichen Keller-Kneipe mit sehr sympatischer Bedienung. Es gibt eine große Getränke-Karte mit kleinen Snacks für den Mitternachts-Hunger. Und da haben wir das Wochenende auch ausklingen lassen. Am nächsten Morgen sind wir nach einem ausgiebigen Frühstück nach Hause gefahren, weil ich keinen Schritt mehr gehen wollte (meine Füße haben mir noch nie so wehgetan). Aber uns wird es immer wieder in diese faszinierende Stadt ziehen, weil es da so viel Leben gibt. Es gibt immer wieder was Neues zu sehen, und selbst als Erwachsener kommt man ins Staunen.

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