Einführung der Kultur- und Tourismustaxe in Hamburg - Die Zufriedenheit des Gastes steht für uns an erster Stelle

Die Freie und Hansestadt Hamburg führt zum 1. Januar 2013 die Kultur- und Tourismustaxe ein. Die Einführung der Steuer ist eine politische Entscheidung, die in der Stadt sehr kontrovers diskutiert wurde und sicher auch in Zukunft noch zu weiteren Diskussionen führen wird. Positiv ist, dass der Senat ein politisches Versprechen abgegeben hat: Die Einnahmen sollen zu 100 Prozent in touristische, kulturelle und sportliche Projekte investiert werden, die dem Image Hamburgs und damit letztlich auch der Tourismuswirtschaft zu Gute kommen. Mit der Einführung der Kultur- und Tourismustaxe fügt sich Hamburg in die Reihe internationaler Metropolen wie New York, Barcelona oder Zürich ein, die diese Abgabe zum Teil schon seit Jahren erheben. Daher ist eine Tourismusabgabe für reiseerfahrene Hamburg-Besucher nichts Neues mehr.

Die „Hamburger Lösung“: Anders als in anderen deutschen Städten und Kommunen soll die Abgabe nicht im großen Haushaltstopf verschwinden. Durch die Erhebung der Kultur- und Tourismustaxe soll mehr Geld im Kulturbereich, aber auch für Sport-Events und Tourismus-Marketing eingesetzt werden. Von dieser speziellen „Hamburger Lösung“ sollen alle am Tourismus beteiligten Institutionen und somit vor allem auch die Gäste Hamburgs profitieren. Das touristische Gewerbe der Freien und Hansestadt Hamburg wird in Zukunft die Verantwortlichen an ihrem politischen Versprechen messen und sehr genau auf die Verwendung der Gelder achten.

Ein wichtiges Ziel darf trotz aller kontroversen Diskussionen um die Einführung der Taxe nicht aus den Augen gelassen werden – nämlich dass die Hamburg-Besucher dadurch nicht belastet werden. Im Vordergrund unseres Handelns steht die Zufriedenheit unserer Gäste. Denn nur zufriedene Gäste kommen wieder. Die Hamburg Tourismus und die Hamburg Marketing GmbH werden dieses Ziel im Sinne der Destination und des touristischen Gewerbes nach Kräften begleiten.

Was wird durch die Kultur- und Tourismustaxe besteuert?

Besteuert wird die Erlangung einer Beherbergungsleistung gegen Entgelt. Dies können beispielsweise Zimmer in Hotels, Motels, Pensionen oder Gästehäusern sein. Dabei ist unerheblich, ob die Beherbergungsmöglichkeit tatsächlich für eine Übernachtung genutzt wird. Das heißt, auch sogenannte Tageszimmer werden erfasst. Nicht besteuert werden Übernachtungen mit zwingender beruflicher Veranlassung. Von der Steuer werden nur kurzzeitige Beherbergungen erfasst, die sich über einen Zeitraum unter zwei Monaten erstrecken.

Von wem wird die Kultur- und Tourismustaxe erhoben?

Die Kultur- und Tourismustaxe wird als sogenannte „indirekte Steuer“ erhoben. Das heißt, Steuerschuldner ist der Beherbergungsbetrieb, die die Steuer wiederum dem Übernachtungsgast in Rechnung stellen kann. Es besteht allerdings keine Verpflichtung, die Steuer an den Gast weiterzugeben.

Wer muss eigentlich die Kultur- und Tourismustaxe also zahlen?

Die Kultur- und Tourismustaxe zahlen Privatreisende. Denn: Im Juli hatte das Bundesverwaltungsgericht festgestellt, dass beruflich zwingend veranlasste Übernachtungen nicht von einer solchen Steuer erfasst werden dürfen. Laut neuem Entwurf müssen Geschäftsreisende den Grund für ihren Aufenthalt mit einem Online-Dokument (siehe Formular Arbeitgeberbestätigung) nachweisen und werden dann von der Taxe freigestellt.

Wie hoch ist die Kultur- und Tourismustaxe?

Der Steuersatz berechnet sich nach dem Nettoentgelt (ohne Umsatzsteuer) für die Übernachtung. Dabei ist eine Staffelung vorgesehen. Vom 1. Januar 2013 beträgt die Steuer pro Übernachtungsgast und Tag zwischen 0,50 Euro (bei einem Übernachtungspreis von 10,01 bis 25,00 Euro) und vier Euro (bei bis zu 200,00 Euro Übernachtungspreis). Für jede weitere angefangene 50,00 Euro Nettoentgelt erhöht sich die Steuer um jeweils einen Euro. Das heißt: Bei einem Übernachtungspreis von 250,00 Euro sind es beispielsweise fünf Euro. Geschäftsreisende sind von der Regelung ausgenommen.

Wird die Kultur- und Tourismustaxe in der Rechnung separat ausgewiesen?

Dazu besteht keine Verpflichtung. Der jeweilige Beherbergungsbetrieb kann in der Rechnung jedoch auf die weitergegebene Kultur- und Tourismustaxe hinweisen. Beispiel: „Netto-Preis Übernachtung 46,00 Euro (darin enthalten 1,00 Euro Kultur- und Tourismustaxe).

Wo bekomme ich weitere Informationen zur Kultur- und Tourismustaxe?

Auf dieser Homepage oder unter www.hamburg.de/steuern erfahren Sie alle wichtigen Informationen rund um die Kultur- und Tourismustaxe!

Neben den Steuerformularen einschließlich Anlagen finden Sie auf dieser Seite jeweils die dazugehörigen Merkblätter bzw. Anleitungen.

Downloads in deutscher Sprache

Downloads in englischer Sprache

Kontakt

Für weitere Fragen zur Einführung der Hamburgischen Kultur- und Tourismustaxe steht Ihnen eine Telefonauskunft der Finanzbehörde zur Verfügung:


Für Fragen von Hotels zu Hotelvermittlung und Pauschalangeboten der Hamburg Tourismus GmbH (HHT) steht Ihnen zur Verfügung:

Ruth Steimann,
Leiterin Einkauf & Key Account Management der HHT

  • 040 - 30051 -139


Für Fragen von Reiseveranstaltern und Verkehrsträgern steht Ihnen zur Verfügung:

Julia Grundmann,
Leiterin Verkaufsförderung der HHT

  • 040 - 30051 -241


Für Medienanfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Sascha Albertsen,
Leiter externe Unternehmenskommunikation

  • 040 - 30051 - 111
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