Elbphilharmonie
Mit der Elbphilharmonie in der HafenCity erhält Hamburg ein neues kulturelles und städtebauliches Wahrzeichen. Klassische Musikkultur, Musik des 21. Jahrhunderts und anspruchsvolle Unterhaltungsmusik sollen hier einen spektakuläten Aufführungsort bekommen.
Die Schweizer Architekturstars Herzog & de Meuron stellten einen international vielbeachteten Entwurf für die Erweiterung des Kaispeichers A vor. Der, von Werner Kallmorgen entworfene und zwischen 1963 und 1966 erbaute, Speicher wurde bis in die 1990er Jahre zur Lagerung von Kakao, Tee und Tabak genutzt und bleibt in seiner markanten Kubatur und seiner charakteristischen Fassade erhalten. Das Zusammenspiel dieses archaisch wirkenden Kaispeichers mit dem kühnen Schwung eines schillernden Glasaufbaus ist die architektonische Visitenkarte der Elbphilharmonie. Im unteren Gebäudeteil werden später ein Parkaus, Gastronomie, Wellness- und Konferenzbereich des Hotels sowie das Kaistudio, ein Konzertsaal für 170 Gäste, zu finden sein.
Im oberen Gebäudeteil entstehen neben den Hotelzimmern und 45 Privatwohnungen zwei Konzertsäle: Der Große Saal mit seinen im Stil der „Weinberg-Architektur“ angeordneten 2150 Plätzen bildet das Herzstück der Elbphilharmonie. Er erstreckt sich vom 12. bis ins 17. Obergeschoss und ist akustisch vom Restgebäude entkoppelt. Der Kleine Saal mit 550 Plätzen wird für Kammermusik- und Jazzkonzerte sowie für Bankette und Empfänge zu nutzen sein.
Die ehemalige Hafennutzung und die neue kulturelle Identität des Ortes gehen hier eine einzigartige Verbindung ein: Über eine 82 Meter lange, gebogene Rolltreppe werden die Besucher durch den ehemaligen Kaispeicher A auf eine öffentliche zugängliche Plaza auf 37 Metern Höhe geführt. Von dort werden Hamburger und Touristen ein einmaliges 360°-Panorama über den Hafen, die Elbe und die Stadt genießen können.
Nach dem Bürgerschaftsbeschluss im Oktober 2005 zur Realisierung der Elbphilharmonie wurde europaweit nach einem privaten Partner für den Bau, die Finanzierung und den 20-jährigen Betrieb gesucht. Die Ausschreibung gewann das aus Hochtief Construction AG und Commerz Real AG bestehende Konsortium Adamanta.
Die Elbphilharmonie setzt deutliche Zeichen. Sie erhöht das internationale Renommee der HafenCity und stärkt Hamburg als Kulturmetropole im Wettbewerb mit anderen europäischen Metropolen.
Die künftige Elbphilharmonie und die renommierte Laeiszhalle werden aus einer Hand geführt. Generalintendant ist seit 2007 Christoph Lieben-Seutter. Seit der Konzertsaison 2009/10 verantwortet er ein eigenes Programm mit durchschnittlich 100 Konzerten, die neben den Veranstaltungen der privaten Konzertveranstalter in der Laeiszhalle und anderen ungewöhnlichen Orten in Hamburg stattfinden. Die Elbphilharmonie Konzerte bieten ein facettenreiches, modernes und weltoffenes Programm, welches das Publikum inhaltlich zum künftigen Konzerthaus Elbphilharmonie und die Musikstadt Hamburg in die Zukunft führt.
Pavillon Elbphilharmonie: Wissenswertes zur Architektur und zum Bau der Elbphilharmonie und Ausblicke auf das künstlerische Programm des Konzerthauses – das und vieles mehr bietet der Elbphilharmonie Pavillon auf den Magellan-Terrassen. Dort finden sich seit Juli 2010 aktualisierte Inhalte, neue Filme und Bilder. Weiterhin ist das 1:10-Modell des Großen Konzertsaals im oberen Teil des Pavillons dienstags bis sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr für die Öffentlichkeit frei zugänglich.
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