
Die Geschichte der BallinStadt begann um die Jahrhundertwende, als Albert Ballin, Generaldirektor der großen Reederei HAPAG, Unterkünfte im Hamburger Hafen errichten ließ für die vielen Tausend Menschen, die hier jede Woche ankamen und auf die Abfahrt ihres Schiffes warteten.
Für etwa 5 Millionen europäische Emigranten war zwischen 1850 und 1939 Hamburg das "Tor zur Welt". Diesen Auswanderern ist das Auswanderermuseum BallinStadt gewidmet.
Am historischen Standort der Auswandererhallen, die 1901 in Betrieb genommen und bis 1907 erweitert wurden, umfasst die BallinStadt Hamburg drei originalgetreu rekonstruierte Wohn- und Schlafpavillons. Hier können die Besucher sämtliche Phasen der Emigration nacherleben: Von Aufbruch und Überfahrt bis zur Ankunft in New York und dem endgültigen Verbleib der Auswanderer.
Die Edutainmentausstellung beinhaltet neben Originaldokumenten und Exponaten viele interaktive Stationen, die es den Besuchern ermöglichen, in die damalige Welt einzutauchen und so selbst zum Auswanderer zu werden. Zahlreiche Module wurden speziell für Kinder entwickelt und für ein gemeinsames Erleben von Eltern und Kindern oder Schulgruppen in die Ausstellung integriert.
Ein besonderes Highlight sind die Passagierlisten von 1850 bis 1934. Es ist der weltweit größte Bestand an Passagierlisten von Auswandererschiffen und damit eine einzigartige familienkundliche Quelle. In Kooperation mit dem weltweit größten Anbieter von genealogischen Daten im Internet – ancestry – wurde ein Familienforschungsbereich eingerichtet. Geschulte Mitarbeiter ermöglichen hier Familienforschung für Jedermann.
| Öffnungszeiten | November-März: täglich 10:00-16:30 Uhr April-Oktober: täglich 10:00-18:00 Uhr (auch an Sonn- und Feiertagen) Letzter Einlass immer eine Stunde vor Schließung |
| Ticketpreis | 12,00 € |
| Hotline | 040-31 97 91 60 |
| Hinweis | Ermäßigungen: mit Hamburg CARD 10,00 € Kinder (5-12 Jahre) 7,00 € Familie (2 Erwachsene + 2 Kinder) 25,00 € |
| Programm | www.ballinstadt.de |
Marta Bach, 07.04.2010
An Ostern war ich mit meinen 2 Kindern (7 und 10 Jahre) im Auswanderermuseum BallinStadt. Und ich muss sagen, dass Museum ist jetzt nicht so klassisch wie man sich Museen sonst immer so vorstellt. Darauf hatten meine Kinder nämlich überhaupt keine Lust.Das Museum ist in 3 Häusern untergebracht, wobei im ersten Haus u.a die Kasse und viele Computer für die Familienforschung sind. Weiter geht es dann in Haus 2 mit der eigentlichen Ausstellung. Dort werden viele historische Exponate gezeigt und anhand von „sprechenden“ Puppen, Bildschirmen, Filmen und einem großen Buch die Geschichte der Auswanderung über Hamburg erzählt. Auch über die Ankunft in New York erfährt man einiges. Meine 7jährige Tochter war ganz begeistert von dem interaktiven Spiel, bei dem sie in die Rolle eines Auswanderers schlüpfen kann. Ich habe sie dabei begleitet, da man auch als Erwachsener viel dabei lernen kann, und muss sagen, die Fragen waren echt anspruchsvoll, aber auch für Kinder machbar. Wobei bei uns der Scanner auch nicht immer gleich funktioniert hat….. In Haus 3 wird es dann etwas „ruhiger“ und man sieht in einem nachgebauten Schlafsaal, wie es damals so ausgesehen hat. Am Ende gab es dann noch einen extra Bereich für eine Ausstellung zur Thema Rettung auf See und wie das damals war. Bei unserem gesamten Rundgang hatte ich immer das Gefühl, ganz nah an der Geschichte der Menschen von damals dran zu sein und deren Geschichten kennengelernt zu haben. Auch meine Kinder hatten an dem Tag Spaß und haben viel neues gelernt. Ich würde jedem einen Besuch empfehlen (Und die Familienkarte nehmen, die ist echt viel billiger)
Corinna Mundzeck, 07.02.2010
Wir waren als Familie mit 2 Kindern (5 und 8 Jahre) zu Besuch, weil wir gelesen hatten, dass es für Kinder so eine tolle Extra-Tour geben sollte. Insgesamt fanden wir das Museum etwas enttäuschend, wir hatten einfach mehr erwartet.Das Museum ist überhaupt noch nicht für Kinder unter 10 Jahren geeignet. Die angebliche Kindertour ist nur mit Hilfe eines Erwachsenen zu bewältigen, da die Strichcode Scanner für Kinder nicht erreichbar sind und stets erst nach mehrmaligen Probieren funktionierten. Der Text, den sich die Kinder durchlesen müssen um Fragen zu beantworten, ist eindeutig mehr für Teenager und für Erwachsene, man wird sogar gesiezt. Weiterhin ist die Lesezeit der letzten Seite immer so kurz, dass sie noch nicht mal ein Erwachsener zu Ende lesen kann. Die angepriesenen Event, wie im Schiff rumklettern, um den Platz eines Auswanderers zu erleben, Sprach- und Kofferpackspiel sind in wenigen Sekunden erledigt und nicht sehr tiefgehend. Alles in allem könnte es wirklich ein bißchen mehr sein, auch für den happigen Eintritt.
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