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Dialog im Dunkeln

Der DIALOG IM DUNKELN®  in Hamburg ist eine bedeutende Ausstellung, die mit ihrer Einzigartigkeit besticht. Die Besucher werden von blinden Menschen durch eine dunkle Welt aus Gerüchen, Klängen und Temperaturen geführt. Eine Ausstellung zur Entdeckung des Unsichtbaren, in der es garantiert nichts zu sehen gibt, aber jede Menge zu entdecken...

Mitten in der Speicherstadt in Hamburg führen Blinde und Sehbehinderte die Besucher durch die Ausstellung DIALOG IM DUNKELN ® . Die Ausstellung befindet sich in völlig abgedunkelten Räumen. Dementsprechend bekommt der Gast hier keine Exponate, Kunst in Form von Bildern oder sonstige plastischen Eindrücke zu Gesicht. Es ist eine Reise in eine fremde, faszinierende Welt. Eine Welt, in der Düfte, Winde, unterschiedlichen Oberflächenstrukturen und Geräusche aber auch Worte und Berührungen an die Stelle der optischen Reize treten.

Vertrautes wird verkehrt, Selbstverständliches in Frage gestellt. Alltägliche Situationen, wie ein Spaziergang durch einen Park oder der Besuch eines Cafés entwickeln sich in absolut lichtlosen Räumen zu einem einzigartigen Abenteuer. Die Besucher erleben, wie sie sich wildfremden, blinden Menschen anvertrauen, die sie mit absoluter Sicherheit durch das Dunkel führen. Der blinde Begleiter wird dabei zur Bezugsperson Nummer eins, da man auf der gesamten Führung auf ihn angewiesen ist. Die Sehenden werden zu Blinden und die Blinden zu Sehenden.

Anhand von verschiedenen Umwelteinflüssen wie Gerüchen, Tönen und Temperaturen kann man eine ganz neue Welt erfahren und verschiedene Eindrücke ausschließlich über den Geruchs-, Gehör- und Tastsinn erleben. In den Räumen sind einige Alltagssituationen nachgestellt, wozu der Aufenthalt in einer Bar, im Stadtpark oder mitten in der City gehört.
Wer möchte kann auch an einem Dinner im Dunkeln teilnehmen. Dies findet an verschiedenen Tagen statt und kann nur mittels Reservierung besucht werden. Beim Dinner in the Dark erleben Sie Gaumenfreuden ganz besonderer Art, denn hier isst das Auge garantiert nicht mit. In diesem Rahmen servieren Blinde dem Gast ein Menü, bestehend aus vier Gängen, in einem vollständig dunklen Raum. Die kulinarische Reise startet mit einem Sektempfang im Foyer. Im Dunkelrestaurant erwartet Sie dann ein saisonal wechselndes 4-Gänge-Menü. Eine Herausforderung für Gaumen und Tischkultur. Die Kosten für solch ein Dinner in the Dark betragen 69,00 Euro.
Den DIALOG IM DUNKELN ®  gibt es bereits seit dem Jahr 2000 in Hamburg, und er erfreut sich seitdem unzähliger Besucher. Am Vormittag (Di-Fr) finden von 09:00 Uhr - 12:45 Uhr die 60-minütigen Standard-Touren statt. Nachmittags (Di-Fr) von 13:00 Uhr - 17:00 Uhr Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags finden die 90-minütigen erweiterten Touren statt.

 

Das Museum Dialog im Dunkeln wurde mit „Barrierefreiheit geprüft – teilweise barrierefrei für Menschen mit Sehbehinderung und blinde Menschen“ ausgezeichnet. Anhand der vorliegenden verlässlichen Informationen können Sie die individuelle Eignung für sich prüfen.

Einige Hinweise zur Barrierefreiheit wurden für Sie zusammengestellt.

Medien/Information/Führung

  • Auf den Internetseiten werden spezielle Informationen für Menschen mit Sehbehinderung und blinde Menschen bereitgehalten.
  • Führungen für Menschen mit Sehbehinderung und blinde Menschen werden angeboten.
  • Alle Gruppen werden von blinden Mitarbeitern durch die Ausstellung geführt; selbstgeführte Besichtigungen sind generell nicht möglich.

Eingangsbereich

  • Bei dem Weg zum Eingang (Bürgersteig und Rampe) ist eine gut tastbare Gehwegsbegrenzung vorhanden. Es gibt keine Leitstreifen als Bodenindikatoren.
  • Bei den Rampen ist ein Handlauf verfügbar.
  • Der Eingangsbereich ist hell und blendfrei ausgeleuchtet und durch einen visuellen und taktil wahrnehmbaren Kontrast der Bodenstruktur wahrnehmbar.
  • Die Außenbeschilderung ist in einer gut lesbaren, kontrastreichen Schrift vorhanden.

Eingangshalle

  • Im unteren Eingangsbereich befinden sich die Schließfächer und die Garderobe, im oberen Eingangsbereich die Kasse, das Café und die Ausstellung.
  • Oberer und unterer Eingangsbereich sind beleuchtet.
  • Es sind visuelle und taktile Kontraste innerhalb der Fußbodenstruktur vorhanden.
  • Im oberen Bereich sind gut tastbare Orientierungshilfen im Fußboden bzw. Leitstreifen als Bodenindikatoren vorhanden
  • Im oberen Bereich sind Hindernisse, z. B. in den Raum ragende Gegenstände vorhanden: Sitzecken, Aufsteller, vorstehende Exponate.

Treppe im Eingangsbereich / zu Kasse und Ausstellung (Alternative: Hublift)

  • Die Treppe ist hell und blendfrei ausgeleuchtet.
  • Alle Stufen weisen eine visuell kontrastreiche Kante auf.
  • Ein Handlauf steht beidseitig zur Verfügung und wird nicht an Anfang und Ende der Treppe waagerecht weitergeführt.
  • Es besteht kein taktiler Kontrast zwischen dem Fußbodenbelag und der Treppe.

Kasse

  • Der Tresen ist hell ausgeleuchtet und das Kassendisplay gut erkennbar.
  • Der Weg zur Kasse ist nicht mit Leitstreifen als Bodenindikatoren gekennzeichnet.
  • Die Beschilderung ist in einer gut lesbaren, kontrastreichen Schrift vorhanden.
  • Wesentliche Informationen sind ebenfalls bildhaft (Piktogramme) verfügbar.

Ausstellungsräume

  • Der Durchgang zur Ausstellung ist visuell kontrastreich zur Umgebung abgesetzt.
  • Die Ausstellungsräume liegen vollständig im Dunkeln.
  • Die Wand kann als Orientierungsleitlinie genutzt werden.
  • Es sind gut tastbare Orientierungshilfen im Fußboden vorhanden.

Exponate

  • Die Objekte im oberen Eingangsbereich sind beleuchtet und kontrastreich gestaltet.
  • Die Exponate der Ausstellung liegen im Dunkeln. Es geht um unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, Rampen, Geräusche, Gegenstände, die gefühlt oder gerochen werden. Die Ausstellung erstreckt sich über sechs thematisch unterschiedliche Räume.

Dialogcafé

  • Das Café ist über einen Flur zu erreichen. Dieser ist hell und blendfrei ausgeleuchtet und visuell kontrastreich gestaltet. Es sind gut tastbare Orientierungshilfen im Fußboden vorhanden oder andere bauliche Elemente zur Orientierung nutzbar. Es sind Hindernisse vorhanden: Aufsteller, vorragende Exponate.
  • Assistenzhunde (Begleithunde, Blindenhunde etc.) dürfen mitgebracht werden.
  • Es gibt Tische mit heller und blendfreier Beleuchtung.
  • Speisen und Getränke werden auf einer großen Tafel präsentiert. Die Schrift ist schnörkellos und kontrastreich gestaltet.
  • Es ist keine Karte in Großschrift,  Brailleschrift oder barrierefrei im Web verfügbar.
  • Es sind keine Hindernisse, z. B. in den Raum ragende Gegenstände, vorhanden.
  • Der Tresen ist hell ausgeleuchtet.

Prüfbericht DSFT Berlin

Download PDF-Prüfbericht für blinde oder sehbehinderte Menschen

Das Museum Dialog im Dunkeln wurde mit „Barrierefreiheit geprüft – teilweise barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung (Menschen, die zeitweise auch auf einen nicht motorisierten Rollstuhl oder eine Gehhilfe angewiesen sein können)“ ausgezeichnet und erfüllt u. a. in allen prüfrelevanten Bereichen die nachfolgenden Kriterien oder es stehen entsprechende Alternativen zur Verfügung:

  • Alle Räume und Einrichtungen sind stufen- und schwellenlos zu erreichen.
  • Alle Durchgänge/Türen haben eine Mindestbreite von 80 cm.
  • Bei den Türen handelt es sich nicht um Karussell- oder Rotationstüren.
  • Bewegungsflächen sind mind. 120 cm x 120 cm groß.

Des Weiteren erfüllt dieser Betrieb einige Qualitätskriterien für Rollstuhlfahrer. Anhand der vorliegenden verlässlichen Informationen können Sie die individuelle Eignung für sich prüfen.

Einige Hinweise zur Barrierefreiheit wurden nachfolgend zusammengestellt.

Medien/Information/Führung

  • Auf der Website sind Informationen für Menschen mit Behinderung verfügbar.
  • Es werden Führungen für Menschen mit Behinderung angeboten.
  • Alle Gruppen werden von blinden Mitarbeitern durch die Ausstellung geführt; selbstgeführte Besichtigungen sind generell nicht möglich.
  • Rollstuhlfahrern wird während der Tour eine zusätzliche Begleitperson zur Seite gestellt, die geübt darin ist, den Rollstuhl durch die Ausstellung zu navigieren.

Eingang

  • Der Bürgersteig vor dem Eingang ist leicht begeh- oder befahrbar und 155 cm breit.
  • Die umliegende Straße ist mit Kopfsteinpflaster versehen.
  • Der Eingang ist über zwei Rampen erreichbar, diese sind zwingend zu nutzen.
  • Die Eingangstüren sind bei Öffnung beider Flügel 141 cm breit, die Schwelle 0,3 cm.
  • Die Bewegungsfläche auf der aufschlagenden Seite der Tür beträgt 143 cm x 339 cm.

Rampe im Eingangsbereich links von der Tür (Alternative: Rampe rechts)

  • Die Rampe ist 5,2 m lang und hat eine Mindestbreite von 122 cm.
  • Die maximale Längsneigung beträgt 8,4 %.
  • Beidseitig ist ein Handlauf verfügbar.
  • Die Bewegungsfläche vor der Rampe beträgt 160 cm x 500 cm, am Ende der Rampe 300 cm x 200 cm.

Rampe im Eingangsbereich rechts von der Tür (Alternative: Rampe links)

  • Die Rampe ist 3,5 m lang und hat eine Mindestbreite von 110 cm.
  • Die maximale Längsneigung beträgt 5,8 %.
  • Beidseitig ist ein Handlauf verfügbar.
  • Die Bewegungsfläche vor und am Ende der Rampe beträgt mindestens 150 cm x 150 cm.

Eingangshalle und Kasse

  • Im unteren Eingangsbereich befinden sich die Garderobe, die Schließfächer und das WC.
  • Treppe und Hublift verbinden oberen und unteren Eingangsbereich.
  • Die schmalste Durchgangsbreite im unteren Eingangsbereich beträgt 350 cm, im oberen Eingangsbereich 400 cm.
  • Es sind Sitzgelegenheiten vorhanden.
  • Der Kassentresen im oberen Eingangsbereich ist 91 cm hoch. Es besteht eine andere, gleichwertige Möglichkeit der Kommunikation. Die Bewegungsfläche vor der Kasse beträgt 218 cm x 10 m.

Treppe im Eingangsbereich (Alternative: Hublift)

  • Die Treppe führt über 4 Stufen von 16 cm Höhe und hat gerade Läufe.
  • Ein Handlauf steht beidseitig zur Verfügung.

Hublift im Eingangsbereich (Alternative: Treppe)

  • Die Bewegungsfläche beträgt beim Einstieg 830 cm x 331 cm, beim Ausstieg 400 cm x 200 cm.
  • Die Plattform ist 82 cm x 166 cm groß.
  • Der Lift kann durch den Gast selbst bedient werden. Das Bedienelement befindet sich an einem Kabel und ist variabel zu nutzen. Es sind zwei Schalter vorhanden.

Ausstellungsräume

  • Der Durchgang zur Ausstellung ist 120 cm breit.
  • Die schmalste Durchgangsbreite der Ausstellungsräume beträgt 88 cm.
  • Es sind keine Sitzgelegenheiten vorhanden.
  • Die Räume liegen vollständig im Dunkeln.

Exponate

  • Im oberen Eingangsbereich stehen mehrere Objekte, um Erfahrungen mit den eigenen Sinnen zu machen. Sie sind im Sitzen zu erreichen. Sie sind im Stehen und Sitzen erreichbar.
  • Die Exponate der Ausstellung liegen im Dunkeln. Es geht um unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, Rampen, Geräusche, Gegenstände, die gefühlt oder gerochen werden. Die Ausstellung erstreckt sich über sechs thematisch unterschiedliche Räume.

Öffentliches WC für Menschen mit Behinderung

  • Das WC ist über einen Gang erreichbar, der sich kurzzeitig auf 108 cm verengt.
  • Die WC-Tür öffnet zur Seite (Schiebetür) und ist 97 cm breit.
  • Die Bewegungsfläche vor dem WC beträgt  186 cm x 172 cm.
  • Die Bewegungsfläche links neben dem WC beträgt 90 cm x 65 cm, rechts 111 cm x 74 cm.
  • Hochklappbare Haltegriffe sind beidseitig in einer Höhe von 84 cm vorhanden.
  • Die Bewegungsfläche vor dem Waschbecken beträgt 167 cm x 174 cm.
  • Das Waschbecken ist in einer Höhe von 67 cm mindestens 30 cm unterfahrbar.
  • Der Spiegel ist im Stehen und Sitzen einsehbar.
  • Es ist ein Alarmauslöser (Schnur) vorhanden.

Dialogcafé

  • Das Café ist über einen mindestens 262 cm breiten Flur erreichbar.
  • Im Café beträgt die schmalste Durchgangsbreite 262 cm.
  • Es sind vier Tische mit 20 Sitzplätzen vorhanden, die max. 80 cm hoch und in einer Höhe von 67 cm 30 cm tief unterfahrbar sind.
  • Der Tresen ist 93 bis 114 cm hoch. Es besteht eine andere, gleichwertige Möglichkeit der Kommunikation.
  • Die Bewegungsfläche vor dem Tresen beträgt 262 cm x 500 cm.

Prüfbericht DSFT Berlin

Download PDF-Prüfbericht für Rollstuhlfahrer oder gehbehinderte Menschen

 

Das Museum Dialog im Dunkeln erfüllt einige Qualitätskriterien für Menschen mit Hörbehinderung sowie einige Qualitätskriterien für gehörlose Menschen. Anhand der vorliegenden verlässlichen Informationen können Sie die individuelle Eignung für sich prüfen.

Einige Hinweise zur Barrierefreiheit wurden nachfolgend zusammengestellt.

Medien/Information/Führung/Service

  • Auf den Internetseiten werden spezielle Informationen für Menschen mit Hörbehinderung und gehörlose Menschen bereitgehalten.
  • Es werden Führungen für Menschen mit Hörbehinderung und gehörlose Menschen angeboten.
  • Alle Gruppen werden von blinden Mitarbeitern durch die Ausstellung geführt; selbstgeführte Besichtigungen sind generell nicht möglich.

Innenräume

  • Bei einem akustischen Alarm (z.B. Feueralarm) gibt es ein optisch deutlich wahrnehmbares Blitz- oder Blinksignal (Ausnahme: WC).
  • Es gibt keine induktive Höranlage
  • Die Ausstellungsräume liegen vollständig im Dunkeln. Es geht um unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, Rampen, Geräusche, Gegenstände, die gefühlt oder gerochen werden. Die Ausstellung erstreckt sich über sechs thematisch unterschiedliche Räume.

Dialogcafé

  • Es gibt Tische, bei denen keine Lampen hängen oder stehen, die das Gesichtsfeld bzw. den Blickkontakt stören.
  • Es gibt keine Sitzbereiche mit geringen Umgebungsgeräuschen.
  • Es ist keine elektroakustische Beschallung (Musiklautsprecher) vorhanden.

Prüfbericht DSFT Berlin

Download PDF-Prüfbericht für gehörlose oder schwerhörige Menschen

Kontakt und Beratung

Dialog im Dunkeln
Alter Wandrahm 4
20457 Hamburg 

040 - 309 6340 

www.dialog-im-dunkeln.de 

Barrierefreiheit geprüft

Barrierefreiheit geprüft