alphabet Theater

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von Inger Christensen

Aus dem Dänischen von Hanns Grössel

Regie: Thom Luz

 

Uraufführung am 6/3/2026 im SchauSpielHaus

Ein Nullpunkt. Eine Krise. Ein Selbstverlust in der Unlesbarkeit der Welt. Aus tiefster Verunsicherung – als Rettungsakt – entstand eine der bedeutendsten Dichtungen des 20. Jahrhunderts: »alphabet« der dänischen Lyrikerin Inger Christensen.

Wie „jemand, der nach einem erkenntniskritischen Unfall das Sprechen mühsam wieder erlernen muss“ (Durs Grünbein) beginnt die Dichterin Worte einzusammeln, ordnet sie lexikalisch und unterwirft sie einer mathematischen Struktur, der Fibonacci-Folge. Es ist jene, mit der sich nahezu alles Wachstum in der Natur beschreiben lässt. Wo zuvor nichts war, lässt Christensen durch die kleine wiederkehrende Formel „gibt es“ Zeile für Zeile die Welt entstehen – vom Aprikosenbaum bis zum Narwal, vom einzelnen chemischen Element bis hin zum Halleyschen Kometen. So breitet sich in unserem Beisein das Dasein aus, tritt in Erscheinung, nimmt sich Raum, weitet sich ins Universum, berührt die Unendlichkeit. Physikalisches und Psychisches geht ineinander über, Zusammenhänge entstehen, verlieren sich. »alphabet« ist ein Hymnus an das Leben im Angesicht des Todes, eine vehemente Existenzbehauptung angesichts der möglichen Auslöschung, derer sich die Menschheit befähigt hat. Es ist nicht nur die poetische Wucht, die diese Lyrikerin auszeichnet, sondern auch ihr wacher Gegenwartssinn.

Der Schweizer Theaterkünstler Thom Luz nimmt sich dieses Jahrhundertgedicht vor, um es erstmals auf einer Theaterbühne in ein von Musik durchdrungenes Klangbild zu verwandeln – verspielt und traurig, flüchtig, voll von leisem Humor, mit magisch schönen Theaterbildern und drei herausragenden Schauspielerinnen aus drei Generationen.

 

Mit: Alberta von Poelnitz, Ilse Ritter und Julia Wieninger

 

Musiker: Stephan Krause, Ling Zhang und Peter Conradin Zumthor

Regie und Bühne: Thom Luz

Mitarbeit Bühne: Malte Knipping

Kostüme: Sophie Leypold

Musikalische Leitung: Peter Conradin Zumthor

Licht: Jan Vater

Dramaturgie: Judith Gerstenberg

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Deutsches Schauspielhaus
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Deutsches Schauspielhaus

Kultur in klassischer Atmosphäre genießen – im Deutschen Schauspielhaus wird den alten Meistern in neuen Inszenierungen wieder Leben eingehaucht.

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