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Geschichten aus dem Wiener Wald
  • Theater

Geschichten aus dem Wiener Wald
© 2020 / Arno Declair
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„Ich habe kein anderes Ziel als dies: Demaskierung des Bewusstseins“, schrieb Horváth in einer seiner wenigen Selbstauskünfte. Vor dem Hintergrund der damals größten Wirtschaftskrise der Geschichte kam ihm die Erfahrung entgegen, wie sich die volkstümlichen Klischees in den Köpfen quasi von selbst entlarvten, sich zuspitzten in ihrem Widerspruch zur aktuellen Lage und auf brutale Weise hervortraten – und die Wiener Gemütlichkeit sehr ungemütlich wurde. Wird der Mann arbeitslos, erläutert der Held eines anderen seiner Stücke, „dann lässt die Liebe nach, und zwar automatisch“. Über die Darstellung sprachlicher Verrohung gelingt es Horváth, quasi „poetisch“ präzise den Bewusstseinsstatus seiner Figuren einzufangen. »Geschichten aus dem Wiener Wald«, geschrieben Ende der 1920er Jahre in dieser Zeit katastrophaler Arbeitslosigkeit, ist ein Schlüsselwerk des modernen Dramas. Die zentrale Figur ist Marianne, die in ihrem Leben nach einer Rolle für sich sucht. Wie auch andere Frauenfiguren Horváths lebt sie in scheußlichen Abhängigkeiten. „Papa sagt immer, die finanzielle Unabhängigkeit der Frau vom Mann ist der letzte Schritt zum Bolschewismus.“
Aber Marianne kämpft gegen ihre arrangierte Verlobung und versucht zu tun, was ihren Empfindungen und ihrem Gefühl entspricht, das heißt, sich aus dem Konstrukt zu befreien, das ihr Vater, Besitzer eines Spielwarenladens, „Zauberkönig“ genannt, und ihr Bräutigam Oskar, Metzger, gebaut haben. Offenbar soll die marode „Puppenklinik“ durch diese Ehe gerettet werden. Als die Dinge ihren Lauf nehmen, sagt Marianne von sich selbst: „Jetzt bricht der Sklave seine Fessel“. Lange vor 1968 und #MeToo fällt bereits 1929 der Satz: „Mein Körper gehört mir“.

Heike M. Goetze gewann 2008 beim »Körber Studio Junge Regie« für ihre Zürcher Diplominszenierung von Juli Zehs Roman »Spieltrieb« den Preis als beste Nachwuchsregisseurin. Sie inszenierte u. a. am Schauspielhaus Zürich, am Schauspiel Hannover sowie am Schauspielhaus Bochum und wurde zum Festival »Radikal jung« und den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Heike M. Goetze inszeniert zum ersten Mal am Deutschen SchauSpielHaus.

LIVESTREAM DER PREMIERE am 7/11/2020 um 19.30 Uhr auf der Startseite des Deutschen SchauSpielHaus.

Sehen Sie [hier]https://www.youtube.com/watch?v=R40LgCUaBfk&list=PLMeY2BP1AGdw-GCrRpYcvMkHy83wtTKK2&index=4 das Vorstellungsvideo mit der Regisseurin.

Foto: Arno Declair
Motiv: Rocket&Wink

Hinweis: Bitte informieren Sie sich über den aktuellen Status dieser Veranstaltung sowie die geltenden Hygienevorschriften direkt auf der Webseite des Veranstalters.

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Dies ist ein Eintrag aus der Veranstaltungsdatenbank für die Metropolregion Hamburg.
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