Herzlich Willkommen
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Herzlich Willkommen
© 2018 / Grafik: Thomas Gimpel

nach den Romanen "Ein Kapitel für sich" und "Herzlich Willkommen" von Walter Kempowski-Uraufführung-Bühnenfassung und Regie: Axel SchneiderBühne: Ulrike EngelbrechtKostüme: Sabrina von AllwördenMusikalische Leitung: Mathias Christian KoselDramaturgie: Sonja ValentinKampfchoreografie: Malcolm RansonTanzchoreografie: Ute GeskeMit Tobias Dürr, Ute Geske, Detlef Heydorn, Dirk Hoener, Johan Richter, Anne Schieber, Philip Spreen, Nadja WünscheHerzlich Willkommen bildet den Abschluss der Kempowski-Saga von Walter Kempowski am Altonaer Theater.Der Gefängnisalltag in Bautzen ist für Walter eine Gradwanderung zwischen Überleben und Langeweile. Das Rezitieren von Gedichten und die Teilnahme am Gefängnischor geben seiner verlorenen Jugendzeit ein wenig Sinn und Erbaulichkeit.„Wird schon werden, da müssen wir eben durch“, sagt Mutter Grethe, als ihr Sohn Walter nach acht Jahren Haft aus dem Zuchthaus Bautzen zu ihr zurückkehrt – ohne Ausbildung, ohne Ziel und Geld. Der in den Westen entlassene Walter fühlt sich von den Menschen, mit denen er es zu tun hat, nicht anerkannt und als Bürger zweiter Klasse. Er beginnt sein Studium, doch die Jahre in Bautzen haben ihre Spuren hinterlassen. Immer wieder erliegt er Anfällen von Melancholie. Doch in Göttingen, seiner Studienstadt, findet er die Frau fürs Leben und eine berufliche Perspektive: Er wird Dorfschullehrer und ist damit in jener Gesellschaft angekommen, die ihn als Ex-Häftling am Anfang keineswegs herzlich willkommen heißen wollte.
Herzlich Willkommen bildet den Abschluss der Deutschen Chronik von Walter Kempowski.

 

„Wird schon werden, da müssen wir eben durch“, sagt Mutter Grethe, als ihr Sohn Walter nach acht Jahren Haft aus dem Zuchthaus Bautzen zu ihr zurückkehrt - ohne Ausbildung, ohne Ziel und Geld. Der in den Westen entlassene Walter fühlt sich von den Menschen, mit denen er es zu tun hat, nicht anerkannt und als Bürger zweiter Klasse. Er beginnt sein Studium, doch die Jahre in Bautzen haben ihre Spuren hinterlassen. Immer wieder erliegt er Anfällen von Melancholie. Doch in Göttingen, seiner Studienstadt, findet er die Frau fürs Leben und eine berufliche Perspektive: Er wird Dorfschullehrer und ist damit in jener Gesellschaft angekommen, die ihn als Ex-Häftling am Anfang keineswegs herzlich willkommen heißen wollte.

 

Das KEMPOWSKI-Projekt wird durch Mittel der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur unterstützt.

 

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Behörde für Kultur und Medien der Stadt Hamburg.
Komödie in drei Akten von Lothar Schöne Uraufführung

Regie: Sewan LatchinianAusstattung: Stephan FernauMusik: Emanuel MeshvinskiMit Franz-Joseph Dieken, Riccardo Ferreira, Stephan Möller-Titel, Raika Nicolai, Antje Otterson, Helen Schneider und der Stimme von Corinna Harfouch

Bernhards Mutter ist gestorben. Was sich alltäglich anhört, wächst sich jedoch schnell zu einem großen Problem aus. Denn Bernhards Mutter war Jüdin, jedoch mit einem Christen verheiratet, der ihr im Dritten Reich das Leben gerettet hat. Ihr letzter und unerschütterlicher Wille ist, an seiner Seite, doch nach ihrem Glauben auf dem städtischen Friedhof beerdigt zu werden. Natürlich möchte der Sohn der Mutter diesen Wunsch erfüllen – doch das ist gar nicht so einfach. Denn einem Rabbiner ist es verboten, auf einem christlichen Friedhof zu bestatten, und einem Pfarrer ist es untersagt, einen jüdischen Ritus vorzunehmen.

Und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn nach jüdischer Auffassung muss ein Verstorbener unverzüglich unter die Erde. Bernhards Cousin, dessen Frau und ihre gemeinsame Tochter fliegen aus Israel ein und eher gegen- als miteinander versuchen sie, das Problem zu knacken. Hinzu kommt ein palästinensischer Kioskbesitzer, der die Sache nicht einfacher macht – oder vielleicht doch? Nach vier turbulenten Tagen, in denen die Vergangenheit aufblitzt und die Protagonisten sich mitunter mit Paradoxien aus der Patsche ziehen („Ein Jude macht aus einem Problem einen Witz, der Deutsche aus einem Witz ein Problem“), in denen bizarre, seltsame und hintersinnige Treffen in Begräbnisinstituten und auf Friedhöfen, mit Rabbis, Priestern und dem Palästinenser stattfinden, lösen sie schließlich den absurden Konflikt.

"Der koschere Himmel" wird sich in die Phalanx der bemerkenswerten Stücke einreihen…. Mit viel jüdischem Humor und einer Menge zündender Ideen hat Latchinian die Komödie auf die Bühne gebracht und dabei ein gutes Händchen bei der Schauspielerführung bewiesen. Ida Ehre hätte an diesem Abend sicher auch ihren Spaß gehabt. HAMBURGER ABENDBLATT
Kempowski-Saga Teil 4

Schauspiel nach den Romanen „Ein Kapitel für sich“ und „Herzlich Willkommen“ von Walter Kempowski

Bühnenfassung und Regie: Axel SchneiderBühne: Ulrike EngelbrechtKostüme: Sabrina von AllwördenDramaturgie: Dr. Sonja ValentinMusikalische Leitung: Mathias Christian KoselKampfchoreografie: Malcolm RansonMit: Johan Richter, Philip Spreen, Anne Schieber, Hans Schernthaner, Isabell Fischer, Tobias Dürr, Nadja Wünsche, Detlef Heydorn, Ute Geske

Der Gefängnisalltag in Bautzen ist für Walter eine Gratwanderung zwischen Überleben und Langeweile. Das Rezitieren von Gedichten und die Teilnahme am Gefängnischor geben seiner verlorenen Jugendzeit ein wenig Sinn und Erbaulichkeit. „Wird schon werden, da müssen wir eben durch“, sagt Mutter Grethe, als ihr Sohn Walter nach acht Jahren Haft aus dem Zuchthaus Bautzen zu ihr zurückkehrt – ohne Ausbildung, ohne Ziel und Geld.

Der in den Westen entlassene Walter fühlt sich von den Menschen, mit denen er es zu tun hat, nicht anerkannt und als Bürger zweiter Klasse. Immer wieder erliegt er Anfällen von Melancholie. Er beginnt sein Studium in Göttingen und findet dort die Frau fürs Leben und eine berufliche Perspektive: Er wird Dorfschullehrer und kommt damit in jener Gesellschaft an, die ihn zunächst als Ex-Häftling keineswegs herzlich willkommen heißen wollte. Die Jahre in Bautzen haben ihre Spuren hinterlassen, doch langsam wird das Schreiben zur Verarbeitung des Erlebten und zum Mittelpunkt seines Lebens…

„Dem Theaterchef Axel Schneider gelingt mit seiner Inszenierung ein dichtes, nahegehendes Sittengemälde der Nachkriegszeit, das facettenreiche Porträt einer von Krieg und Diktatur zerrissenen Familie.“ NDR 90,3

Ausgezeichnet mit dem Barbara Kisseler Theaterpreis 2019

Dies ist ein Eintrag aus der Veranstaltungsdatenbank für die Metropolregion Hamburg.
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Altonaer Theater
© ThisIsJulia Photography

Altonaer Theater

Die Aufführungen im Altonaer Theater beruhen auf Romanvorlagen, die hierdurch noch greifbarer gemacht werden. Es warten eine Vielzahl an einzigartigen…

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