Teil 2: "Obstland"

von Glückstadt bis Wedel an der Grenze zu Hamburg

Wilstermarsch, Krempermarsch, Elbmarsch – die Namen der angrenzenden Flusslandschaften deuten bereits darauf hin, welche Natur sich dem Schiffsreisenden nun über viele Kilometer offenbaren wird.

Sie ist geprägt von flachem Marschland, es ist von Deichen, Sielen, Schleusen und Sandbänken durchzogen. Alle Elbmarschen haben eine einzigartige Geschichte, die sich in den Kulturlandschaften und ihren Denkmälern zeigt.

Zu Ihrer Rechten beginnt nun ein einzigartiger Landstrich: das Alte Land. Es ist das größte geschlossene Obstanbaugebiet Europas, auf 10.700 Hektar wachsen hier Äpfel, Kirschen, Birnen und Pflaumen. Bezaubernde Dörfer mit alten, Reet gedeckten und aufwändig restaurierten Fachwerkhäusern ziehen alljährlich viele Besucher an, etwa im Frühling zur Kirschblüte, zur Sommerfrische oder im Herbst zur Erntezeit. Die Straßen sind gesäumt von liebevoll dekorierten Ständen mit süßen Früchten, Obsthöfe laden zu Besichtigungen ein. Das Alte Land zieht sich von der Hansestadt Stade über 30 Kilometer bis zur Stadtgrenze Hamburgs.

Willkomm-Höft! Seit 60 Jahren wird hier via Lautsprecher fast jedes Schiff beim Passieren des Schulauer Fährhauses mit seiner Nationalhymne begrüßt und wieder verabschiedet, dazu wird die Landesflagge gehisst. Von 10 Uhr morgens bis Sonnenuntergang ist die Zentrale von einem Wachhabenden besetzt. Die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft bei Wedel gibt es seit 1952 und ist einmalig auf der ganzen Welt. Hier beginnt übrigens auch der Elbwanderweg, der auf 23 Kilometer parallel zur Elbe die Wanderer nach Hamburg führt.


Grüßaugust

In der Kommandozentrale von Willkomm-Höft befindet sich wohl einer der schönsten Arbeitsplätze der Welt: Mit Blick auf die Elbe heißt der „Begrüßungskapitän“ die einfahrenden Schiffe willkommen und versorgt dabei die Gäste des Fährhauses über einen Lautsprecher mit aktuellen Informationen über das vorbeiziehende Schiff.

In den ersten Jahren wurden die Schiffe noch von echten Shantychören begrüßt, die die Nationalhymnen live gesungen haben. Später ließ man die mehr als 150 Hymnen extra für die Willkommens-Anlage einspielen, einen Begrüßungstext in der jeweiligen Landessprache aufnehmen und speicherte das auf den Medien der Zeit. Erst auf Schallplatten, dann auf Tonband, heute kommen die Nationalhymnen von einer Festplatte


Ihre Ergebnisliste wird geladen...
Bitte haben Sie einen Moment Geduld.

Ihr Hamburg Tourismus Team