Während Brahms versucht, mit dem langen Schlussteil des Schicksalsliedes die fatalistischen Worte Hölderlins, dass der Mensch dem Schicksal komplett ausgeliefert sei, aufzufangen und damit dem Werk einen zuversichtlicheren Ausklang zu geben, beleuchten die beiden folgenden Werke individuelle Kämpfe mit dem persönlichen Schicksal. Clara Schumann, die nach einer furchtbaren Kindheit trotz aller Widerstände gegen ihre Berufstätigkeit und aller Vorurteile gegen komponierende Frauen eine europaweit berühmte Pianistin und Komponistin wurde, Dmitri Schostakowitsch, der unter der Schreckensherrschaft Stalins leben musste und seinen ganz eigenen Weg des Widerstandes fand – beide zeigen, dass die Menschen durchaus nicht dem Schicksal ausgeliefert sind, sondern mit starkem Willen und großer Zuversicht auch schwierigen Zeiten trotzen können. Und dass es sich immer lohnt, mit Zuversicht und Glauben an eine bessere Zukunft zu kämpfen.
BESETZUNG
Chor der Universität Hamburg Chor
Kammerchor der Universität Hamburg Kammerchor
Orchester der Universität Hamburg Orchester
Thomas Posth Musikalische Leitung
PROGRAMM
Johannes Brahms
Schicksalslied für Chor und Orchester op. 54
Clara Schumann
Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 7
- Pause -
Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47