Das Museum im Marstall lädt erneut zum Winsener Schlossfest ein. Rund um das historische Winsener Schloss erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm, das Geschichte, Kultur und Unterhaltung für die ganze Familie miteinander verbindet.
Im Schlosshof und Schlosspark präsentieren historische Handwerker ihre traditionellen Gewerke. Unter anderem zeigen ein Seiler, ein Wippdrechsler, Steinmetze und ein Intarsientischler ihr Können und geben Einblicke in alte Arbeitstechniken. Zahlreiche Mitmachaktionen laden Kinder und Erwachsene dazu ein, selbst aktiv zu werden – vom Schwertkampf und Bogenschießen bis zum Ausprobieren historischer Handwerkstechniken.
Ergänzt wird das Programm durch Führungen durch ausgewählte Bereiche des Schlosses, Kurzvorträge zur Geschichte des bedeutenden Bauwerks sowie Theateraufführungen und musikalische Darbietungen. Auch kulinarisch gibt es einiges zu entdecken: Neben verschiedenen Speisen und Getränken werden wieder die beliebten „Herzogin-Dorothea-Hotdogs“ angeboten, die an die dänische Prinzessin und spätere Herzogin erinnern, die viele Jahre auf dem Schloss lebte.
Mit seinem vielfältigen Programm verbindet das Schlossfest Geschichte, Kultur und Unterhaltung und macht das Winsener Schloss als eines der wichtigsten historischen Gebäude der Region auf besondere Weise erlebbar.
Eintritt: Erwachsene 8 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins haben freien Eintritt.
Zum Schloss: Das Winsener Schloss entstand um 1190. Zunächst von einer großen Wehrmauer umgeben, beeindruckt uns bis heute der mächtige Wehrturm. Um 1300 wurde das Schloss von Herzog Otto dem Strengen ausgebaut. Über Jahrhunderte war es im Besitz der Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg. Eine besondere Zeit bildeten die Jahre von 1593 bis 1617, als Herzoginwitwe Dorothea, eine geborene Prinzessin von Dänemark, hier residierte. Ausmalungen an Balken und Decken im Inneren des Schlosses und der Schlosskapelle sind Zeugen dieser Zeit. Auch Johann Peter Eckermann, der Gesprächspartner Goethes, hatte eine besondere Bindung zu diesem Gebäude, in dem er sich oft aufhielt.
Im Schlossturm befindet sich eine Außenstelle des Museums. 2008 konnte der Turm vom Heimat- und Museumsverein mit Genehmigung des Landes Niedersachsen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Er beherbergt eine Ausstellung zum Thema „Reformation und Glaubenskrieg“. Der Turm kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.
Heute beherbergt das Schloss das Amtsgericht, was eine Nutzung für die Kultur einschränkt. Umso schöner ist es, dass das Museum im Marstall nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr erneut zum Winsener Schlossfest einladen kann.
8 € für Erwachsene, Kinder bis 18 Jahre und Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins: frei
2. Winsener Schlossfest Stadtrundgänge & FührungenTheater
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