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Reeperbahn

Die sündigste Meile der Welt

Schon Udo Lindenberg hat die "geile Meile" besungen. Die Reeperbahn ist und bleibt Hamburgs Vergnügungsviertel Nummer eins. Vom Musical-Theater bis zum Trend-Club gibt's hier auf 930 Meter Länge nichts was es nicht gibt!

Tagsüber eher ruhig, erwacht abends die Straße. Tausende Menschen jeden Alters sind dann unterwegs mit dem Ziel, sich zu amüsieren - das Angebot reicht von Kabarett über Techno bis hin zu käuflichem Sex. Auf den Straßen und Plätzen hier leben Yuppies und Punker, feierlustige Teenies und alte Paulianer, Touris, Theatergänger und Obdachlose in mehr oder weniger friedlicher Koexistenz. Hier wird niemand angestarrt, nur weil er/sie anders aussieht oder sich anders benimmt, als man das so von zu Hause gewohnt ist.

Nicht so gut kommt es, wenn man abfällige Bemerkungen über die Prostituierten macht. Der Kiez ist ihr Arbeitsplatz und in vielen Fällen auch ihr zu Hause. In Gespräche und Streitereien sollte man sich nicht einmischen. Meistens ist das "halb so wild", wie man auf St. Pauli sagt, und wird untereinander geregelt. Jeder macht hier sein Ding und kommt dem anderen dabei möglichst nicht in die Quere. Nirgendwo sonst in Hamburg spielt "laissez faire" eine so große Rolle. Das macht den Kiez besonders und zu dem, was er ist.

Eintritt erst ab 18 Jahren

Ein Schild, das vor einigen Lokalen und vor allem vor der Herbertstraße prangt. Hier noch mit dem Zusatz, dass Frauen keinen Zutritt haben. Rund um die Reeperbahn gibt es einiges, was als "nicht jugendfrei" gilt. Der Sex gegen Geld zum Beispiel. Doch wer das 18. Lebensjahr erreicht hat, braucht dafür nur 50,00 bis 100,00 Euro. Extras kosten selbstverständlich mehr. In den Tabledance-Bars hingegen ist nur das Anschauen erlaubt, Anfassen nicht. Die Regeln sind strikt, und die Tänzerinnen bestimmen, wie weit sie gehen. Ob sie sich wie im "Dollhouse" – überregional berühmt für seine durchtrainierten Tänzer und Tänzerinnen – die Dollar (1 Dollhouse-Dollar = 2,00 Euro) in den Slip oder ins Strumpfband stecken lassen, oder ob sie sich einen Gast als zweiten Tänzer auf die Bühne holen. Dabei bedienen sie mit ihren Kostümen fast jede Vorliebe - vom braun gebrannten Seemann bis zur Motorrad-Mieze.

Saftige Getränkepreise

So eine heiße Show macht natürlich durstig. Aber Achtung: Wer etwas anderes als Bier trinken will, erlebt eventuell am Ende des Abends eine Überraschung in Form einer satten Rechnung. Gleiches gilt auch für die anderen Tabledance-Bars, wie beispielsweise das "Tutti Frutti". Das Bier kostet hier zwar "nur" 10,00 Euro, der Cognac liegt hingegen schon bei 20,00 Euro und die Flasche Sekt gar bei 300,00 Euro. Hier tanzt eine Tänzerin so lange, wie das Lied dauert. Dabei ist der Abschluss meist das Fallen des Höschens. Vorsicht ist geboten, wenn sich eine Tänzerin zum Gast setzt und fragt, ob man ihr nicht etwas zu trinken ausgeben wolle. Die Dame bestellt sicher nichts Geringeres als Sekt!

Kabarett und Erotik für höchste Ansprüche

Die Kult-Adresse, und das mittlerweile einzige Erotic-Kabarett auf St. Pauli, ist das "Safari". Die Darsteller der kleinen Theater-Shows wie "Phantom der Oper", "Cabaret" oder "Rocky Horror" lassen im Laufe ihrer Performance alle Hüllen fallen und spielen die Geschichte an der Stelle weiter, wo im Film meist die Blende fällt... Vor jeder Tabledance-Bar oder den Varietés versuchen übrigens die sogenannten Koberer, meist schon ältere Herren, Gäste in das Lokal zu locken. Manche tragen Portierskleidung, andere das, was die Kälte der Nacht abhält, normale Straßenkleidung. Das braucht Sie nicht abzuschrecken. Es ist eine alte hanseatische Tradition - "ankobern" bedeutet so viel wie anwerben.

Shopping für Experimentierfreudige

Wer weniger Gefallen am Zuschauen findet und sich lieber mit seinem Partner oder seiner Partnerin ins Hotel oder in die eigenen Wände zurückzieht, findet auf der Reeperbahn außerdem auch jede Menge Erotik- und Dessous-Shops.

Was man wissen sollte

  • Flaschenverbot auf dem Kiez: Jeden Freitagabend ab 22:00 Uhr bis Montagmorgen um 6:00 Uhr und in den Nächten vor und nach Feiertagen ist das Mitführen und Verkaufen von Glasflaschen in einer Zone rechts und links der Reeperbahn generell verboten, um zu verhindern, dass diese als Waffen eingesetzt werden. Wer sich nicht daran hält, muss mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld rechnen. Wundern Sie sich also nicht, wenn am Kiosk und an der Tankstelle selbst das Bier in Plastikflaschen verkauft wird.
  • Durch einige Vorkommnisse in der jüngeren Vergangenheit sah sich die Stadt Hamburg veranlasst, für den Kiez ein generelles Waffenverbot auszusprechen. Die Bereiche, für die dieses Verbot gilt, sind durch gelbe Schilder mit eindeutigen Symbolen ausgewiesen. Lassen Sie also besser Ihr Schweizer Messer zu Hause oder im Hotel.
  • Überall auf der Welt, wo sich viele Menschen tummeln, sind auch Taschendiebe unterwegs. Das ist auf der Reeperbahn nicht anders.
  • Bestellungen in Clubs, Bars und Kneipen nur nach der Getränkekarte aufgeben. Das macht die Abrechnung mit dem Kellner später leichter und verhindert Missverständnisse. 
  • Wenn die Koberer vor den Sex-Clubs zu aufdringlich werden, reicht in den meisten Fällen ein freundliches "Nein, danke!". Die Jungs machen auch nur ihren Job.
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