Armin Wühle
Rafa und Hannes führen seit sechs Jahren eine stabile Beziehung – bis Hannes plötzlich verschwindet. Bald tauchen Fotos von ihm in Mexiko auf, und Rafa reist hinterher, um Antworten zu finden. Doch die Spurensuche im dichten Wald vor Texcaltitla wird zu einem gefährlichen Irrweg: Knochenbrüche, der Verlust seiner Brille – für Rafa, der stark sehbehindert ist, bedeutet das fast völliges Blindsein. In "Mala Visión" verhandelt Armin Wühle anhand des Phänomens Ghosting grundlegende Fragen über Liebe, Treue und Identität: Wie gut kennen wir die Menschen, die uns nahestehen? Und wie gut kennen wir uns selbst? Archaische Naturgewalten, Flashbacks und innere Dialoge verschränken sich zu einem poetischen, eindringlichen Roman über Selbstfindung, Vertrauen und den Weg zurück in die Zivilisation. Armin Wühle, geboren 1991, studierte Kreatives Schreiben, Geschichte und Soziologie. Sein Debütroman "Getriebene" erschien 2021. Im gleichen Jahr wurde sein Theaterstück "Die Ungetrösteten" in Bregenz uraufgeführt. 2025 gewann er den Dramatikpreis für Politik und Menschenrechte für sein Stück „Rue d'Armenie“.
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