Horizonte üben seit jeher eine Faszination auf die Menschen aus. Ist der Horizont das Ende der Welt? Geht es dahinter weiter, und wenn ja, wie?
Heiner Leiska war sich als kleiner Junge sicher, dass es hinter dem Horizont weitergeht, und wollte diesem Phänomen als Kapitän entgegenfahren. Eine Sehschwäche verwehrte ihm diesen Berufsweg, aber nicht den Wunsch den Horizont näher zu erforschen. Als Fotograf nähert er sich dem Horizont immer wieder an, und wartete auf den perfekten Augenblick, wenn Himmel und Wasser Bilder malten.
Der Horizont ist die Konstante in einem Raum voller Farben, Formen, Licht und Dynamik. Die Natur ist das Schauspiel und der Horizont die Bühne.
Jedes Exponat hält eine Stimmung fest, die tatsächlich so gewesen ist. Es fanden keine Veränderungen anhand der heutigen bildbearbeitenden Möglichkeiten statt. Es ist die wahre Natur. Das wahre Leben.
Wie faszinierend ein gerader Strich sein kann, der eigentlich gar nicht existiert, möchte Heiner Leiska mit dieser Ausstellung in den Fokus rücken.
Er lädt uns ein, über die Betrachtung der Exponate hinaus zu reflektieren, inwiefern wir in unseren Vorstellungen vielleicht noch auf „Horizonte“ treffen. Wenn ein Horizont ein „Ende“ für unsere sichtbare Wahrnehmung ist, wobei wir heute wissen, dass es ihn eigentlich nicht gibt, sondern er ein Konstrukt unserer Wahrnehmung ist, wie verhält es sich dann mit dem Weltall, oder mit der „Zeit“? Was würde das konsequenterweise für unsere Vorstellung von einem Lebensende bedeuten?
Lassen Sie die Horizonte auf sich wirken. Betrachten Sie die Exponate mit einem analytischen und einem poetischen Auge. Welche Räume tun sich in ihnen auf?
Wir laden Sie herzlich zur Vernissage am 24.Februar von 18 bis 20 Uhr ein.