Wie wird aus Geschichte eine Geschichte?
Fakten und Fiktionen in Roman und Graphic Novel
Nicht nur im Film, auch in Roman und Graphic Novel ist die Auseinandersetzung mit historischen Personen und Ereignissen populär. Wie entstehen historische Romane und wie werden reale Personen zu gezeichneten Figuren? Wir sprechen mit Tanja Kinkel, Autorin des Louise-Otto-Romans »Im Wind der Freiheit«, und Isabel Kreitz, Autorin und Zeichnerin der Spionagestory »Die Sache mit Sorge«, über ihre Arbeitsweisen – von der Recherche bis zur künstlerischen Ausgestaltung.
Panel-Teilnehmer:innen:
- Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, studierte Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft und erhielt diverse Literaturpreise und Stipendien. Sie ist u. a. Mitglied im Deutschen PEN, Präsidentin der International Feuchtwanger Gesellschaft (Los Angeles) und wurde mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen. 2025 erschien ihr Roman »Im Wind der Freiheit« über Louise Otto-Peters. Ihr neuester Roman ist »Sieben Jahre«, bei dem Friedrich II. von Preußen eine Zentralfigur bildet.
- Isabel Kreitz, geboren 1967 in Hamburg, gehört zu den bekanntesten deutschen Comiczeichnerinnen und Illustratorinnen. Sie studierte an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg und verbrachte ein Gastsemester an der Parsons School of Design in New York, wo sie sich entschied, sich ganz dem Comic zu widmen. Heute lebt und arbeitet sie in Hamburg. Neben ihren eigenen Buch- und Comicprojekten entstehen Illustrationen, Figuren und Storykonzepte. 2024 wurde ihr Graphic Novel »Die Sache mit Sorge – Stalins Spion in Tokyo« neuveröffentlicht (Erstausgabe 2008). Ihr neuestes Werk »Die letzte Einstellung« (2025) beschäftigt sich mit einem Autor, der trotz Berufverbots Drehbücher für die Nazis schreibt.
Moderation: Ursula von Keitz, Film- und Literturwissenschaflterin
Der Film ist Teil von cinefest (www.cinefest.de)