Ein partizipativer Theaterparkour über Ungerechtigkeit vom Estupefacta Kollektiv
Wenn drei Geschwister sich streiten, freuen sich der Hase und der Igel. Nach einem Wettlauf up de lütje Heide, müssen wir feststellen, dass immer noch nicht geklärt ist, wer jetzt eigentlich gewonnen hat. Unfair! Oder? Lässt sich das überhaupt eindeutig bestimmen? Unfaire Schiris weisen uns zurecht - warum dürfen die eigentlich entscheiden? Während wir die Ungleichbehandlung der Schiedsrichter ertragen, entwickeln wir aus Trotz die ungerechtesten Spiele der Welt - und haben Spaß dabei. Wir stapeln Klöße im Hals und loopen Wutschreie. Wir bauen einen Turm aus Frust und bringen ihn gemeinsam zum Einstürzen.
Wann kippt der Turm? Wenn Empörung, Frust und Wut wachsen, können wir sie in etwas Produktives umwandeln? Wer traut sich den Turm zu erklimmen?
Mit interaktiven Sounds, Kostümen zum Rein- und wieder Rausschlüpfen und Bühnenelementen zum Umbauen suchen Estupefacta nach emotionalen Zwischenräumen, die nicht nur ausgehalten, sondern zu Impulsgebern für Veränderung werden. Können wir darin kollektiv Spaß und Widerstand entwickeln? In FRUST LOOPS geht es um die Erfahrung von Ungerechtigkeit und was diese mit uns macht. Wie reagiere ich auf Ungerechtigkeit? Ist das, was ich erlebe, wirklich ungerecht? Und wie gehe ich gegen die großen Ungerechtigkeiten vor?
Estupefacta Kollektiv | Regie: Norel Kühnhold | Dramaturgie: Victor Artiga Rodriguez | Regieassistenz: Mathurwinx Evano | Bühne: Yi-Jou Chuang | Kostüm: Noa Noelani | Musik: Shey Rah | Spiel: Ali Ahmad, Sylas Noah Starckjohann & Renée Grothkopf | Produktionsleitung: Jula Meidenbauer | Vermittlung: Antonia Rehfueß | Konzept: Norel Kühnhold, Noa Noelani, Jula Meidenbauer & Renée Grothkopf
In Kooperation mit dem Zentrum Kulturelle Bildung und Vermittlung Hamburg, den Kulturagent:innen Hamburg und der Brüder Grimm Schule, Max-Brauer-Schule und der Schule am Schleemer Park.
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, dem Projektfonds Kultur & Schule aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg und der Mara und Holger Cassens-Stiftung.