Das Grundgesetz bildet seit über 75 Jahren das Fundament der demokratischen Ordnung in Deutschland. Es entstand vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Diktatur und sollte Freiheit, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit dauerhaft sichern. Doch das Grundgesetz ist kein statisches Dokument: Seit seinem Inkrafttreten im Jahre 1949 wurde es vielfach verändert - teils zur Anpassung an neue gesellschaftliche Herausforderungen, teils unter politischen und sicherheitspolitischen Vorzeichen.
In dieser Veranstaltung beleuchtet Norman Paech die Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes, zentrale Änderungen im Laufe der Jahrzehnte sowie dessen heutige Bedeutung für Demokratie, Frieden und soziale Rechte. Dabei geht es auch um die Frage, wodurch das Grundgesetz aktuell gefährdet sein kann - etwa durch Einschränkungen von Grundrechten, eine Verschiebung staatlicher Machtbefugnisse oder internationale Entwicklungen in der Sicherheits- und Außenpolitik.
Der Vortrag lädt dazu ein, das Grundgesetz nicht nur als juristischen Text, sondern als lebendigen Ausdruck demokratischer Werte zu verstehen - und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie diese Werte verteidigt und weiterentwickelt werden können. Ein weiteres Anliegen der Veranstaltung ist, gemeinsam über mögliche Aktionsformen am Tag des Grundgesetzes (23. Mai 2026) ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der IWgR (Internationalen Wochen gegen Rassismus).
Veranstalter ist die AG ?Tag des Grundgesetzes? der OMAS GEGEN RECHTS Hamburg.