»Company« (Gesellschaft), der Titel von Philip Glass’ Schauspielmusik zu Samuel Becketts gleichnamigen Stück, könnte sehr gut auch als Motto über 40 Jahren Hamburger Camerata stehen. Der Geiger Albrecht Menzel ist dem Orchester buchstäblich seit Jahrzehnten eng verbunden.
Auf der Stradivari, die er sich seinerzeit als Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben – ebenfalls ein langjähriger Partner der Hamburger Camerata – verdienen konnte, spielt er noch heute. Als Solist in der Streicherversion von Beethovens »Kreutzer-Sonate« und als Leiter vom Konzertmeisterpult aus füllt Menzel das Konzept »play & lead« mit Leben.
Man darf vermuten, dass Peter Tschaikowsky seine bezaubernde Streicherserenade auch zur Erholung geschrieben hat – zur Erholung von der eigenen Musik. Denn zeitgleich mit der Serenade arbeitete der Komponist im Sommer 1880 an dem martialischen – von ihm wenig geliebten – Schlachtengemälde »Ouvertüre 1812«. Über sein Opus 48 aber schrieb der Komponist an seinen Verleger: »Sei es nun, weil sie mein jüngstes Kind ist, oder aber, weil sie wirklich nicht schlecht ist, jedenfalls bin ich fürchterlich verliebt in meine Serenade.« Man hört es bis heute.
BESETZUNG
Hamburger Camerata Orchester
Albrecht Menzel Violine und Leitung
PROGRAMM
Philip Glass
Streichquartett Nr. 2 »Company« (Fassung für Streichorchester)
Ludwig van Beethoven
Sonate für Violine und Klavier A-Dur op. 47 »Kreutzer-Sonate«
Piotr I. Tschaikowsky
Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48