Ein Abend voller Schwung, Gefühl und Frühlingsgefühle
Das Hasse-Orchester Bergedorf spielt ein Programm, das mitreißt: große Melodien, dramatische Momente und ein Finale voller Lebensfreude.
Zum Auftakt erklingt Peter Tschaikowskys Violinkonzert, eines der beliebtesten Werke seiner Gattung. Tschaikowsky schrieb es 1878 in wenigen Wochen am Genfer See. Zunächst galt es manchen Geigern als zu schwer und wurde sogar heftig kritisiert, heute gehört es zu den Lieblingsstücken auf den Konzertbühnen der Welt. Mal singt die Geige zart und sehnsüchtig, mal sprüht sie vor Temperament und Virtuosität. Als Solistin ist Carlotta Nordmann zu erleben.
Nach der Pause folgt Felix Mendelssohn Bartholdys Ouvertüre „Ruy Blas". Mendelssohn komponierte sie 1839 für eine Theateraufführung nach Victor Hugo, und angeblich schrieb er sie in nur wenigen Tagen. Feierliche Bläserakkorde eröffnen das Stück, dann geht es in rasantem Tempo und mit viel Spannung voran.
Den Abschluss bildet Robert Schumanns erste Sinfonie, die „Frühlingssinfonie". Schumann schrieb sie 1841 in einem wahren Schaffensrausch, und Mendelssohn leitete die Uraufführung in Leipzig. Schon der Beginn, ein strahlender Weckruf der Hörner und Trompeten, versprüht Aufbruchsstimmung. Die Musik klingt nach erwachender Natur, Optimismus und frischer Energie.