The Six Tones (Nguyễn Thanh Thủy, Ngô Trà My und Stefan Östersjö) präsentieren eine Reihe von Improvisationen, die sich mit traditioneller vietnamesischer Musik auseinandersetzen. Durch einen dekonstruktivistischen Ansatz verwandeln The Six Tones die strukturellen Prinzipien der vietnamesischen Musik – wie beispielsweise Vibrato-Arten oder die besondere Intonation in einem bestimmten Modus – in kompositorische Parameter und versuchen so, diesen alten Traditionen neues Leben einzuhauchen.
Tzu-Ning Liao (ist eine in Hamburg lebende Erhu-Spielerin und wird drei Stücke aufführen):
Echtzeit-Collage mit fragmentiertem „Little Cabbage” für Erhu und Live-Elektronik (2026), Dong Zhou: Das Stück entfaltet sich als Live-Akt des Zuhörens, Aufnehmens, Materialgenerierens und Collagierens. Fragmente des chinesischen Volksliedes „Little Cabbage” werden auf der Erhu gespielt, aufgenommen und in Echtzeit umgestaltet. Die Live-Elektronik wächst aus der bitteren Erinnerung heraus, überwindet einen persönlichen Kampf und erreicht eine verwobene Geschichte der Resilienz.
Blockade (2026), ein neues Stück für Erhu, Video und Audio. Jan Wegmann: Blockade ist ein Stück über Blockaden. Über das Feststecken. Über Stress und Druck und das Nicht-vorankommen. Andererseits ist Blockade vielleicht auch ein Stück über das vielleicht-irgendwann-wieder-frei-Werden und über das Umdenken und Ausprobieren.
Improvisation: Erhu, Synthesizer und Live-Elektronik.