Unsichtbare und ungehörte Arbeit. Wie lassen sich ihre Formen – wie feminisierte Fürsorge und der Erhalt von Ökosystemen – hörbar und erlebbar machen? Wie wirken Sichtbarkeit und Hörbarkeit als politische Kategorien? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Abends mit einer Installation, Konzerten und einer Diskussion im Hörbar
18:30 Uhr Installation „Bottleneck“ des Künstlerduos Fngr Fuia. Sie verwandeln das Foyer des Kinos in ein selbstreferentielles akustisches Instrument. Die Installation konzentriert sich auf die oft übersehenen Geräusche der Kinoinfrastruktur – wie beispielsweise fließendes Wasser in Rohren und das Brummen der Heizungs- oder Lüftungsanlage.
19:30 Uhr „Listening Instructions“: Eine kurze stumme Projektion von Constantin Gröhn eröffnet den Abend.
19:40 Uhr Diskussion mit den teilnehmenden Künstler*innen rund um das Thema „Unheard Labour“ und ihre Arbeiten.
20:15 Uhr David Wallraf, ein in Hamburg ansässiger Noise-Künstler, der vorwiegend mit modularen Synthesizern, bearbeiteten Feldaufnahmen und Stimme arbeitet. Neben Soloarbeiten und internationalen Kooperationsprojekten an der Schnittstelle von Noise und Musik verfasste er an der HFBK Hamburg die Doktorarbeit „Noise and the Limits of Hearing – Acoustics of the Political“. Sein künstlerisches Hauptinteresse gilt der unheimlichen Akustik des Alltags, den ungeplanten und unberechenbaren Eigenschaften von Lärm sowie den Wegen, auf denen sich Macht hörbar macht.
21:00 Uhr Lasse-Marc Riek ist Klangkünstler und Komponist mit den Schwerpunkten Akustikökologie, Bioakustik und Feldaufnahmen. In der Konzertversion seiner Installation „BEES“ versucht Lasse-Marc, das zunehmende Verstummen der Wildbienen durch die Bearbeitung bioakustischer Feldaufnahmen im Konzertsaal greifbar zu machen; dabei hebt er die Bestäubungsleistung dieser Insekten als eine grundlegende, oft unsichtbare Form des Ökosystem-Labors hervor.
Eine Zusammenarbeit zwischen Hörbar e.V. und dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt. Gefördert vom Deutschen Musikrat, der Staatlichen Zentrum für politische Bildung Hamburg und dem Behörde für Kultur und Medien Hamburg