Joss Turnbull
Joss Turnbull hat mit seinem Hauptinstrument, der iranischen Kelchtrommel Zarb, eine Klangsprache entwickelt, die mit konventionellen Grenzen bricht. Mit Hilfe unorthodoxer Instrumentenerweiterungen wie Gummibällen, Tremolo-Sticks, Folien und Live-Sampling schafft er Klangräume, die minimalistisch und überwältigend zugleich sind. Turnbull versteht sein Spiel als „Struggle Drumming”: eine Form des musikalischen Ausdrucks, die existenzielle Dringlichkeit mit radikaler Offenheit verbindet. Im Zentrum seiner Arbeit stehen grundlegende Fragen: Wie lassen sich traditionelle Spielweisen mit experimenteller Improvisation verbinden? Was passiert, wenn Klang als Mittel zum Hinterfragen von Hörgewohnheiten eingesetzt wird? Wie klingt radikale Offenheit?
Corprès
Corprès ist das Alter Ego des Soloprojekts des vielseitigen Künstlers Joan Torné. Er lebt in Barcelona und ist eine aktive Figur in der freien Improvisations- und Klangexperimentierszene der Stadt. Er tourte durch Europa und Mexiko.
Seine Arbeit basiert auf einer performativen Aktion, bei der Improvisation und Experimentieren die einzigen Prämissen sind und verschiedene elektronische Geräte als Kommunikationsmittel eingesetzt werden. Seine Performance wird von den Empfindungen des Augenblicks und des Veranstaltungsortes bestimmt, was zu einer Live-Show führt, die immer anders und frisch ist.
Die Fliege träumt
Sophia Lund wurde im Saarland geboren, wuchs in einem Dorf auf und schloss sich später der lokalen Punkszene an. Sie studierte Kostümdesign in Hamburg und Theater-/Filmdesign in Amsterdam und arbeitet als interdisziplinäre Künstlerin in den Bereichen Film, Theater und soziale Interaktionen. Ihre musikalische Heimat sind Synthesizer, die sie mit Field-Recordings kombiniert. Sophia gibt Konzerte bei Art Jams, hat das Sounddesign für ein Hörspiel entworfen und als Vorgruppe für andere Bands gespielt.
Sie wird ein experimentelles elektronisches Ambient-Live-Set für modulare und semi-modulare Klangsynthese aufführen, gespielt von einer großen Fliege. Improvisierte, nicht reproduzierbare Klänge und Field-Recordings verschmelzen miteinander und schweben in atmosphärische Klanglandschaften, in denen Drones zu Beats und Beats zu Drones werden.