Hospiz am Israelitischen Krankenhaus lädt zu Lesung mit Matthias Bundschuh ein Lesungen

  • Matthias Bundschuh
    © Jeanne Degraa

Zur fünften Lesung seiner Benefizlesungsreihe mit dem Schauspieler Matthias Bundschuh lädt das Hospiz am Israelitischen Krankenhaus alle Interessierten herzlich ein:

Termin: Montag, 23.02.2026 um 18:30 Uhr; Einlass ab 18.00 Uhr.

Ort: Herzsaal im Hospiz am IK, Orchideenstieg 12, 22297 Hamburg

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Eine Anmeldung erleichtert die Planung: veranstaltungen@hospiz-am-ik.de

„Gerne komme ich mit etwas ‚Papier unterm Arm’ ins Hospiz am IK. Zwar musste ich mich, wie in meinem Alter zu erwarten, bereits mehrfach von Sterbenden verabschieden, dies fand jedoch noch nie in einem Hospiz statt. So bin ich gespannt, als Vorlesender erstmalig eines zu betreten. Dass es Hospize bei uns gibt, empfinde ich als eine Auszeichnung für unsere Gesellschaft und habe allergrößten Respekt vor dem dort Geleisteten“, sagt Matthias Bundschuh. „Von meiner Mutter habe ich die Liebe zur Literatur und ihre Bibliothek geerbt. In dieser Bibliothek, in der ich immer wieder auf Schätze stoße, stehen drei Bücher von Felix Timmermans. Ich möchte von ihm ‚Die sehr schönen Stunden von Jungfer Symforosa, dem Beginchen’ für die Zuhörerschaft im Hospiz lesen und hoffe, mit diesem Text eine schöne Stunde beizusteuern. Timmermans gibt einfachen Menschen eine Stimme und schreibt mit feinem Humor über das, was in ihren Herzen vorgeht. Hier schildert er einfühlsam, wie die Begine Symforosa, nachdem sie dem Gärtner Martinus begegnet, ihre Fassung verliert und schließlich wieder gewinnt.“ (‚Begine’ bezeichnete die weiblichen Angehörigen eines Ordens, deren Leben – ähnlich dem Leben in einem Kloster – durch Askese und Andacht geprägt war. Anm. d. Red.)

Matthias Bundschuh wird außerdem aus der „Geschichte der Geschichten“ von Christoph Meckel lesen, „in der es wortgewaltig um in Sprache gefasste Phantasie geht – ein Text, den ich persönlich sehr mag und den ich gerne teilen möchte.“

Die Lesungen im Hospiz am Israelitischen Krankenhaus finden regelmäßig statt. „Unsere Lesungen und weitere kulturelle Veranstaltungen tragen dazu bei, dass unser Hospiz ein lebendiger Ort ist“, sagt Hospizleiterin und Geschäftsführerin Bettina Orlando. „Ein herzlicher Dank geht an Sandra Rudorff und ihre Künstleragentur, die die Lesungsreihe ermöglicht.“ Michael Schmitt von Moselwein bietet leckere Weine an der Cash-Weinbar an.

Vita: Matthias Bundschuh wurde 1966 in Gütersloh geboren und studierte Schauspiel und Theaterwissenschaften an der University of London. Es folgte ein Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, wo er einen Abschluss mit Auszeichnung erhielt. Bundschuhs erstes Engagement führte ihn ans Staatstheater Cottbus. Weitere Stationen waren das Hebbel-Theater, die Berliner Schaubühne, das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, die Münchner Kammerspiele und das Deutsche Theater Berlin. Im Sommer 2016 war Bundschuh Gast bei den Salzburger Festspielen in Shakespeares „Der Sturm“. Neben der Theaterarbeit steht Matthias Bundschuh regelmäßig für Film und Fernsehen vor der Kamera. Aktuell ist er in dem Kinofilm „Pumuckl und das große Missverständnis“ von Marcus H. Rosenmüller im Kino zu sehen, der kurz nach seinem Kinostart am 30. Oktober 2025 auf Platz 1 der deutschen Kinocharts stürmte. Soeben ist der Fernsehzweiteiler „Sturm kommt auf“ nach dem Roman „Unruhe an einen Friedfertigen“ von Oscar Maria Graf für den Grimme-Preis nominiert worden. Es ist die zweite Arbeit von Matthias Bundschuh unter der Regie von Matti Geschonneck nach „Die Wannseekonferenz“, die in 2023 u.a. mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde.

Matthias Bundschuh arbeitet außerdem regelmäßig für den Hörfunk.

Zur Info: Um Gästen und Angehörigen weiterhin besondere Lebensmomente ermöglichen zu können, ist das Hospiz auf regelmäßige Unterstützung angewiesen: 95 Prozent der Kosten werden von den Krankenkassen finanziert; die restlichen fünf Prozent müssen durch Spenden getragen werden. Das Hospiz am Israelitischen Krankenhaus ist gemeinnützig und als besonders förderungswürdig anerkannt. Spenden sind steuerlich absetzbar und zugewendete Erbschaften sind von der Erbschaftssteuer befreit. Weitere Informationen: www.hospiz-am-ik.de/spenden.html

Das Portrait MatthiasBundschuh_JeanneDegraa_0111.jpg steht zur kostenfreien Nutzung unter Angabe des Credits Jeanne Degraa zur Verfügung. Belegexemplare erbeten.

Dies ist ein Eintrag aus der Veranstaltungsdatenbank für die Metropolregion Hamburg.
Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.
© mediaserver.hamburg.de / DoubleVision

Hospiz am Israelitischen Krankenhaus

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