Für viele bedeutet Fairer Handel die Unterstützung von Produzent*innen aus Afrika, Asien und Lateinamerika, dem sogenannten Globalen Süden. Und mit diesen Ländern begann der Faire Handel auch tatsächlich seine Erfolgsgeschichte vor gut 50 Jahren. Aber inzwischen hat sich viel geändert. Es gibt heute zahlreiche Projekte in Europa, die mit lokal hergestellten Produkten unter Zusatz von Zutaten aus den Ländern des Globalen Südens soziale Ziele in ihrer Heimatregion verfolgen. So sollen in Süditalien Jugendliche auf diese Weise Arbeit und Einkommen erhalten und damit dem Zugriff der Mafia entzogen werden. Gleichzeitig soll die illegale Einwanderung bekämpft werden.
Das Fair-Handelszentrum Rheinland importiert zahlreiche dieser Produkte nach Deutschland. Martin Klupsch vom Fair-Handelszentrum Rheinland berichtet über diese Entwicklung und diskutiert die damit verbundenen Fragestellungen.
Gefördert von NUE, KED und El-Puente-Stiftung