Der Schriftsteller Jan Peter Bremer wurde vergangenes Jahr mit dem Italo Svevo Preis der Freien Akademie der Künste ausgezeichnet. Anlässlich der Langen Nacht der Literatur liest er aus seinem jüngsten Roman „Nachhausekommen“:
Sechs Jahre alt ist der Erzähler im Roman, als die Familie aus dem ‚wilden Berlin‘ der 1970er Jahre ins Wendland zieht. Der Vater ist ein erfolgreicher Künstler und so wird das Zuhause ein Treffpunkt für die Kulturszene der alten Bundesrepublik im „Zonenrandgebiet“. In einer großen Erinnerungsbewegung schildert Jan Peter Bremer die Suche nach Orientierung zwischen dem links-intellektuellen Milieu der Eltern und dem ländlich-provinziellen Dorfleben, die der Erzähler schließlich über die Literatur im Schreiben findet. Der Roman trägt starke autobiografische Züge.