Höchst originell wie experimentierfreudig, lautmalerisch, expressiv, dicht, oft atemlos: All diese Charakterisierungen passen auf die "Johannespassion" von Johann Sebastian Bach.
Vor 301 Jahren erklang im Karfreitagsgottesdienst am 7. April 1724 die "Johannespassion" von Johann Sebastian Bach zum ersten Mal - in der Nikolaikirche von Leipzig, und auch heute noch wird sie in vielen Kirchen im Norden gespielt. Höchst originell wie experimentierfreudig, lautmalerisch, expressiv, dicht, oft atemlos: All diese Charakterisierungen passen auf die "Johannespassion" von Johann Sebastian Bach - und sind doch nur unvollendete Annäherungen an ein einzigartiges Werk, das die unterschiedlichsten Persönlichkeiten zu bemerkenswerten Äußerungen bewegt hat. Der Komponist Hans Werner Henze schrieb 1983, es kämen in dieser Musik Dinge zur Sprache, die bis dahin mit Tönen zu sagen niemand gewagt, niemand vermocht oder auch nur versucht hatte.
Der Philosoph Albert Schweitzer hatte 1908 in seinem Bach-Buch die "Johannespassion" in wenigen Worten so beschrieben: "Der Passionsbericht des Johannes ist in der Hauptsache nur eine Schilderung der großen Gerichtsszenen vor dem Hohenpriester und Pilatus. Er hat etwas Aufgeregtes und Leidenschaftliches an sich. Diese Eigenart hat Bach erfasst und in seiner Musik wiedergegeben."
In diesem Jahr ist die Johannespassion zweimal im Kreis Ostholstein zu hören: am Samstag, dem 21. März 2026, um 17 Uhr in der St.-Johannis-Kirche in Oldenburg in Holstein und am 22. März 2026, um 17 Uhr in der St.-Nikolai-Kirche in Burg auf Fehmarn. Es musizieren Pauline Kringel (Sopran), Julia Hallmann (Alt), David Heimbucher (Tenor), Sönke Tams Freier und Friedrich Hagedorn (Bass), die Kantoreien an St. Johannis und St.-Nikolai wie auch die Sinfonietta Lübeck unter der Leitung von Matthias Voget und Henning Rasch.
Karten zu 25€/20€/15€ (+Ermäßigung)