Markus Becker, Séverine Kim, Robert Neumann
15.03 Drei nach Drei VERDO Konzertsaal
Konzert mit Markus Becker, Séverine Kim und Robert Neumann
Der Geist Haydns und Mozarts durchzieht die Sonatine von Maurice Ravel, ein neoklassizistisches Werk, dicht gearbeitet in klassischer Sonatenhauptsatzform - mit impressionistischen Klangfarben natürlich -, mit einem Menuett als Mittelsatz und einem unaufhörlich vorwärtsdrängenden Finale, an das als weiteres Werk Séverine Kim Ravels „Menuet Antique“ anschließen lässt. Es ist das erste Werk, das Ravel selbst veröffentlicht hat, ein interessantes Werk, zumal es in der Antike keine Menuette gab.
Das musikalische Ausformen von Charakteren wie Haydn und Mozart es vermochten, zeigt sich auch in den Fantasiestücken des Romantikers Robert Schumann, von denen sein Vornamensvetter Robert Neumann eine Auswahl spielt. Der Tübinger Pianist wurde von Monika Giurgiuman und Elza Kolodin ausgebildet und studiert aktuell bei Eldar Nebolsin an der Hochschule Hanns-Eisler in Berlin. Das Nachmittagskonzert mündet final in eine impulsiv-drängende Haydn-Sonate, die Markus Becker interpretiert und die er als „Die Melancholische“ empfindet, wie er einmal in einem Interview verriet. Beckers Haydn-Aufnahmen haben die Aachener Nachrichten mal bezeichnet als „Haydn-Edition der Extraklasse“.
Maurice Ravel (1875–1937): Sonatine Fis-Dur und „Menuet Antique“
Séverine Kim – Klavier
Robert Schumann (1810–1856): Auswahl aus den Fantasiestücken op. 12
Robert Neumann – Klavier
Joseph Haydn (1732–1809): Sonate e-Moll Hob. XVI:34
Markus Becker – Klavier