Vor 150 Jahren wurde der erste Bundeskanzler geboren. Mit diesem Vortrag wird an den Ausnahmepolitiker erinnert, der vier politische Systeme durchlebte.
Vor 150 Jahren, am 5. Januar 1876, wurde Konrad Adenauer in Köln geboren – ein Kind des Deutschen Kaiserreichs, das den ersten Rahmen seiner politischen Sozialisation bot. Auf Einladung der Otto-von-Bismarck-Stiftung erinnert der Historiker Dr. Holger Löttel, Leiter der Abteilung Edition und Wissenschaft der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, in seinem Vortrag an diesen Ausnahmepolitiker. Adenauer erlebte zwei Weltkriege, den Untergang einer Monarchie, das Scheitern einer parlamentarischen Republik und die Herrschaft einer totalitären Diktatur. Vor diesem Erfahrungshorizont konnte er als erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland nicht sicher sein, ob die westdeutsche Nachkriegsdemokratie Bestand haben würde. Sein Ziel war es daher, sie möglichst rasch und unumkehrbar zu stabilisieren. Seine nüchterne, eher pessimistische Grundhaltung änderte sich trotz seiner politischen Erfolge nicht: Alle Politik sei nur der Versuch, sagte er, mit dieser Welt fertig zu werden. Der Eintritt ist frei, es wird um Anmeldung gebeten unter der Telefonnummer 04104/97710 oder per E-Mail an info@bismarck-stiftung.de.