Kulmhof: Entrechtet - Vertrieben - Ermordet Ausstellungen

  • Kulmhof quer
    © Kulturzentrum Schloss Reinbek

Reinbek ist mit der Stadt Koło seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden. Die Ausstellung im Schloss Reinbek erinnert an das Schicksal der Menschen während der Zeit der deutschen Besatzung.

Mit dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 begann dort eine Zeit des systematischen Terrors. Die Stadt Koło wurde umbenannt in Warthbrücken und Teil des Warthegaus. Die polnische und jüdische Bevölkerung wurde von den Nationalsozialisten rassistisch verfolgt. Im nahen Chełmno (Kulmhof) errichtete die SS 1941 das erste Vernichtungslager mit Gaswagen. Dort erprobte das NS-Regime die fabrikmäßige, sofortige Massenvernichtung. Mehr als 150.000 Menschen wurden ermordet. 

Reinbek ist mit der Stadt Koło seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden. Die Ausstellung im Schloss Reinbek erinnert an das Schicksal der Menschen während der Zeit der deutschen Besatzung. Sie soll anregen Verantwortung zu übernehmen für Gegenwart und Zukunft; für Freiheit und Demokratie, gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung. 

"Was damals geschah, darf nie wieder geschehen. Wir dürfen niemals vergessen, doch erinnern allein reicht nicht. [...] Seid Menschen!" 
Margot Friedländer

In dieser Ausstellung kommen viele Stimmen zu Wort: Wir danken für die Wanderausstellung über das Vernichtungslager den Kuratoren: Dr. Ingo Loose (Institut für Zeitgeschichte München-Berlini) sowie Uwe Neumärker und Dr. Ulrich Baumann (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) sowie Gestalterin Dagmar von Wilcken (F217). 

Wir danken außerdem Alexandra Kowalska von der Bibliothek Koło Bartłomiej Grzanka vom Museum des Lagers Kulmhof in Chełmno und Tomasz Nuszkiewicz vom Keramikmuseum Koło für zahlreiche Dokumente. Wir danken Schülern der Gemeinschaftsschule Reinbek für Ihre Erinnerungsarbeit zu Kulmhof und der KulturWerkStadt Reinbek e.V. für ein Erinnerungstuch aus dem "Garten der stillen Helden." 

Zur Eröffnung der Ausstellung laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ins Schloss Reinbek ein: Sonntag, 20. September 2026, 11:30 Uhr. 

Begrüßung: Elke Güldenstein (Leiterin Kulturzentrum Reinbek)
Einführende Worte: Dr. Ulrich Baumann (Stellvertretender Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas)

Einige Schüler der Gemeinschaftsschule Reinbek berichten außerdem von ihrem Besuch in Chełmno.

Ausstellungszeitraum: 20. September - 08. November 2026

 

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