Heute wäre die Worpsweder Malerin Paula Modersohn–Becker 150 Jahre alt geworden. Ihr zu Ehren wird der Kunsthistoriker Dr. Hans Thomas Carstensen klug und unterhaltsam Leben und Werk dieser bedeutenden Künstlerin beleuchten. Hin- und hergerissen zwischen Worpswede und Paris, ihren Rollen als Künstlerin, Frau und Mutter war sie auf der Suche nach einem Weg zu sich selbst und zu einer neuen Malerei. Zu Lebzeiten kaum anerkannt, gilt sie heute als Wegbereiterin der Moderne.
Dr. Hans Thomas Carstensen schreibt über seinen Vortrag:
Paula Modersohn-Becker: „Ich will immer weiter, weiter!“ - Ein Künstlerinnenleben zwischen Konvention und Aufbruch
Paula Modersohn-Becker (1876 – 1907) gilt heute als berühmteste Malerin der Worpsweder Künstlerkolonie, doch zu ihren Lebzeiten wurde sie dort nie akzeptiert: „Verstanden wird sie hier von keinem“, notiert ihr Ehemann Otto Modersohn in sein Tagebuch.
Frühzeitig begreift sie, dass sie ihre künstlerische Perspektive erweitern muss, und sie träumt von neuen Horizonten: „Ich glaube, ich werde mich von hier fortentwickeln.“
Paulas kurzes, intensives Leben zwischen norddeutscher Provinzialität und Pariser Weltläufigkeit ist geprägt von ihrem Ringen um künstlerische Entwicklung und Eigenständigkeit – und steht damit auch für die beginnende Emanzipation der Frauen und ihren Kampf für eine selbstbestimmte Existenz.
Wir freuen uns sehr, dass Dr. Hans Thomas Carstensen mit uns den 150jährigen Geburtstag begeht und damit unsere neue Kulturveranstaltungsreihe "Kultur auf'm Kahn" eröffnen wird.
Einlass ab 16:15 Uhr.
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Anmeldungen nicht erforderlich, Reservierung nicht möglich.