Alle Kinder wollen, dass es immer gerecht zugeht. Aber bald merken sie, dass einige bevorzugt werden und andere trotz Anstrengung nicht weiterkommen. Da sie ihre eigene Welt als selbstverständlich nehmen, sehen sie lange nicht, dass es Unterschiede in der Herkunft gibt, die diese Ungerechtigkeit schaffen.
Dabei wäre es so wichtig, dass gerade Kinder dies erkennen. Auch die Klassismus-Forschung fordert, so früh wie möglich im Bildungssystem anzusetzen. Genau dies tut unser „Klassenbuch“: Es öffnet Kindern die Augen über die „feinen Unterschiede“, die schon Pierre Bourdieu beschrieben hat. Am Beispiel einer Grundschulklasse zeigt Gerda Raidt, wo überall diese Verschiedenheiten in den Lebenslauf eingreifen. Sei es beim Wohnen, Essen, der Art zu sprechen, beim Sport oder unserem Umgang mit Kultur. So wird eindrucksvoll klar, was schon früh – unbemerkt – für später vorgezeichnet wird.
Gerda Raidts "Klassenbuch" ist das erste Sachbuch über Klassismus, für die, die es am stärksten angeht.
Im Rahmen des Lesefest Seiteneinsteiger, Hamburgs Lesefest für Kinder- und Jugendliche.
Lesung: Klassenbuch von Gerda Raidt Lesungen
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