In dem Konzert von Meggie Guerrini und Jannis Wichmann werden den intimen und melancholischen Lieder John Dowlands (1563-1626) die folkloristisch geprägten und farbenreichen Siete Canciones Populares von Manuel de Falla (1876-1946) gegenübergestellt. Zwischen spanischer Leidenschaft und englischer Melancholie entsteht ein spannungsreicher Dialog über Epochen und Klangwelten hinweg. Solowerke für Gitarre, darunter Kompositionen der iranischen Komponistin Golfam Khayam (*1983), setzen zusätzliche Kontraste und eröffnen neue klangliche Perspektiven.
Die 1987 in Brasilien geborene Sängerin Meggie Guerrini zeichnet sich durch ihre stilistische Vielseitigkeit und feine künstlerische Ausdruckskraft aus. Nach ihrem erfolgreichen Gesangskonzertabschluss im Jahr 2018 schlug sie den Weg als freischaffende Künstlerin ein und ist seither in vielfältigen musikalischen Projekten aktiv. Neben ihrer Konzerttätigkeit setzt sie eigene konzeptionelle Akzente, indem sie eigene Ideen entwickelt und zur Aufführung bringt, wie zum Beispiel den Liederabend „Nächtliche Träume" (2024).
Jannis Wichmann studierte Konzertgitarre an der HiK Bremen bei Prof. Jens Wagner und war anschließend Stipendiat der Claussen-Simon-Stiftung im stART.up-Programm. Diese förderte auch die Produktion seines zweiten Studio-Albums "Field Recordings #Guitarworks", welches bei den Hamburger Gitarrentagen 2021 vorgestellt wurde. Konzertformate mit Elektronik, Visuals, Tanz und Fieldrecordings sowie ein Arbeits- und Forschungsschwerpunkt auf Werken von Komponistinnen dokumentieren seinen breiten, spartenübergreifenden Ansatz.