Lukas Hoffmann
Luk verlässt Deutschland, um Abstand zu seiner schmerzhaften Vergangenheit zu gewinnen: Seine Mutter liegt im Sterben, sein bester Freund Bosse ist in der Psychiatrie. Ein Auslandssemester in Barcelona verspricht Ablenkung und stürzt ihn mitten hinein in die katalanischen Unabhängigkeitskämpfe. Lärm, Staub, Euphorie, Liebe, Flucht – das Versprechen einer Revolution wird zum Spiegel seiner eigenen Zerrissenheit. In Portugal versucht er, sich selbst neu zu finden, doch das Echo der sterbenden Mutter bleibt. Nach ihrem Tod zerfällt die Welt, Schuld und Schmerz werden körperlich. Luk verliert sich, schweigt, kehrt zurück und diesmal bleibt er. Inmitten einer wiederaufflammenden Revolte beginnt er, Verantwortung zu übernehmen: für Kinder, Fremde und eine Zukunft, die nicht seine war. Wassermann ist ein Roman über Flucht und Stillstand, über das Ende der Stärke und die Möglichkeit von Heilung. Lukas Hoffmann erzählt von einem Mann, der erkennt, dass Fürsorge vielleicht die radikalste Form von Widerstand ist.
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Lukas Hoffmann, 1995 geboren, lebte mehrere Jahre in Barcelona, wo er die Unabhängigkeitskämpfe und ihre Spannungen hautnah erlebte. Heute arbeitet er in Hamburg in der Sozialen Arbeit. Mit „Wassermann“ legt er seinen Debütroman vor.