Märchen in dunklen Zeiten – Wie die Nationalsozialisten Grimms Märchen im Nationalsozialismus vereinnahmten und warum sie dennoch Hoffnung stifteten.
Während des Nationalsozialismus, dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, zeigte sich, welch zwielichtige Symbolkraft Märchen entfalten können. Scheinbar harmlose Erzählungen wie „Rumpelstilzchen“, „Rotkäppchen“, „Dornröschen“ oder „Hänsel und Gretel“ wurden von den Nationalsozialisten ideologisch vereinnahmt und propagandistisch umgedeutet. Zugleich bewahrten Märchen jedoch – wie die Büchse der Pandora – das „Prinzip Hoffnung“ (Ernst Bloch). Selbst in Konzentrationslagern spendeten sie letzte Kraft und waren in Einzelfällen sogar lebensrettend.
Dr. Oliver Geister von der Universität Münster hat die Rolle der Märchen im „Dritten Reich“ erforscht und präsentiert erstaunliche Befunde, die zeigen: Märchen sind keine apolitischen Kindergeschichten, als die sie oft missverstanden werden.
Eintritt frei - Spende erbeten
Märchen in dunklen Zeiten - Lesung mit Dr. Oliver Geister Lesungen
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