In Hamburg haben zu viele Menschen Angst um ihr Zuhause. Mietende sind von ihren Wohnkosten überlastet, müssen auf Urlaub, neue Kleidung, Cafébesuche oder Altersvorsorge verzichten. Besonders stark trifft das Menschen mit niedrigen Einkommen: Nicht selten müssen sie monatlich die Hälfte ihres Einkommens für ihr Zuhause bezahlen. Da bleibt kaum Spielraum für ein gutes und selbstbestimmtes Leben. Junge Menschen sitzen bei ihren Eltern fest, weil Ausbildungsgehälter und Bafög nicht mal für ein WG-Zimmer ausreichen. Nachbarschaften werden von Kurzzeitmieten zersetzt. Die Liste der Missstände lässt sich ewig fortführen und wird nun von drohenden Wohngeldkürzungen gekrönt.
Der Mieterverein zu Hamburg ruft angesichts dieser katastrophalen Zustände zum Protest auf. Unter dem Motto „Mieten runter, Zukunft rauf“ fordern wir eine Wohnungspolitik, die sich an Menschen orientiert – nicht an maximalen Renditen. Hamburg braucht dauerhaft bezahlbaren Wohnraum und wirksamen Mieterschutz!
Setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen! Kommen Sie am Montag, 5. Oktober, zur Kundgebung anlässlich des Internationalen Mietertags auf die Reesendammbrücke. Der Beginn ist um 18 Uhr. Einige Rednerinnen und Redner werden Einblicke in unterschiedliche Perspektiven auf den Wohnungsmarkt ermöglichen, denn jeder steht je nach Lebenslage und Privilegien vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen. Zum Abschluss wird Comedian Jean-Philippe Kindler auftreten, damit niemand mit schwerem Herzen nachhause muss!