Brasilien ist ein Land, das schon immer von seinen Widersprüchen gelebt hat. Es ist stolz darauf, dass es eine der größten Pride Paraden der Welt hat, aber es trägt auch die traurige Auszeichnung, das Land mit der höchsten Zahl von Morden an trans* Personen zu sein. Diese tragische Realität hat sich in den letzten vier Jahren unter Bolsonaros Präsidentschaft weiter verschärft. Inmitten dieses chaotischen Umfelds ist jedoch eine neue Generation von queeren Filmemacher*innen aufgetaucht, bewaffnet mit Widerstandsfähigkeit, Kreativität und einer Tasche voller Filme mit langen Titeln. Diese Sammlung von Kurzfilmen ist ein Versuch, all die verschiedenen Stimmen zu vereinen, die zur lebendigen Kultur Brasiliens beitragen. Von den unsichtbaren Individuen, denen wir im Alltag begegnen, bis hin zu den wenigen Privilegierten, die es sich leisten können, ein Dior-Kleid für ihre eigene Beerdigung auszusuchen, bieten die in diesem Programm vorgestellten Filme einen Einblick in diesen eklektischen Schmelztiegel, erforschen Geschichten des Widerstands und der Freude und öffnen den Raum für eine fesselnde Welle des Neuen Queeren Brasilianischen Films. Text und Kuration: Wellington Almeida
Wellington Almeida ist ein in Berlin lebender Filmemacher, Programmer und Autor. Er arbeitet für das DTLA Film Festival in Los Angeles, das Soura Film Festival in Berlin, das Copenhagen Annual Film Festival, das Auswahlteam des Berlinale Forums und für das portugiesische Online-Portal Cinema7Arte.com.
Alle Filme werden in Originalfassung in brasilianischem Portugiesisch mit englischen Untertiteln gezeigt.
New Queer Brazilian Cinema Film, Kino, TV
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