Shakespeare für heute – der österreichische Autor Ewald Palmetshofer versetzt das Königsdrama Heinrich IV in unsere politische Gegenwart.
Sein Stück Sankt Falstaff seziert die verrohte Welt einer sterbenden Demokratie. Als Stück der Stunde entlarvt es durchaus komödiantisch und mit viel Sprachwitz eine Machtpolitik, die sich mit Lügen und Gewalt unangreifbar zu machen versucht. Der autoritäre Quasi-König Heinz braucht einen Nachfolger. Er ist krank, und es regt sich Widerstand im Wahlvolk. Leider verliebt sich sein Sohn Harri in Kneipenjunkie Falstaff und erkundet mit ihm den unteren Rand der Gesellschaft – bis der ehrgeizige Konkurrent Percy auftaucht. Allein der heilige Narr Falstaff hält die Menschlichkeit hoch und der Gesellschaft den Spiegel vor.
Es inszeniert die gerade zum Theatertreffen eingeladene bildstarke Regisseurin Luise Voigt.