»Der Character dieses sehr langsam vorzutragenden Largo ist geisterhaft schauerlich, gleich einer Erscheinung aus der Unterwelt«, bemerkte der Beethovenschüler Carl Czerny. Beethovens Klaviertrio D-Dur op. 70 Nr. 1 gehört sicherlich zu seinen eindrucksvollsten Kammermusikwerken, entstanden im zeitlichen Umfeld der 5. und 6. Sinfonie. Besonders der geheimnisvolle langsame Satz mit seinen schwebenden Klangflächen gab dem Werk seinen Beinamen und zeigt Beethovens Fähigkeit, dramatische Stimmungen zu erzeugen.
Das spätromantische Klaviertrio a-Moll op. 34 von Cécile Chaminade besticht durch Eleganz, melodischen Reichtum und feine Klangfarben. Chaminade verbindet virtuose Klavierpassagen mit lyrischer Ausdruckskraft der Streicher.
Mit dem Klaviertrio von Mahdis Golzar Kashani aus dem Jahr 2025 enthält das Konzertprogramm auch neueste Musik. Es verbindet moderne Klangsprache mit experimentellen Strukturen und erweitert so das traditionelle Genre des Klaviertrios um neue Ausdrucksmöglichkeiten.
Zum Abschluss des Konzertes erklingt das singuläre Klaviertrio a-Moll von Maurice Ravel, ein Meisterwerk des Impressionismus. Raffinierte Rhythmen, schillernde Harmonien und Einflüsse baskischer Volksmusik verleihen dem Werk eine besondere Farbigkeit und Eleganz.
Das Sitkovetsky Trio gilt als eines der besten Klaviertrios unserer Tage.
BESETZUNG
Sitkovetsky Trio Klaviertrio
Alexander Sitkovetsky Violine
Isang Enders Violoncello
Qian Wu Klavier
PROGRAMM
Ludwig van Beethoven
Klaviertrio D-Dur op. 70/1 »Geistertrio«
Cécile Chaminade
Klaviertrio Nr. 2 op. 34
- Pause -
Mahdis Kashani
Klaviertrio
Maurice Ravel
Klaviertrio a-Moll