Tickets für den Workshop sind ab sofort nur an der Tageskasse gegen Vorlage eines Festivaltickets oder in Verbindung mit dem Kauf eines Festivaltickets erhältlich!.
Unsere Lebenswege folgen nicht immer den Ritualen, die die Mehrheitsgesellschaft für ein Leben vorgesehen hat. Für Coming-outs gibt es keine Zeremonie. Für eine Transition meist kein Fest. Für eine gewählte Familie keinen offiziellen Feiertag. Und auch für Abschiede, Brüche, Neuanfänge oder das Überleben schwieriger Zeiten fehlen uns oft die passenden Formen.
Dabei brauchen gerade queere Biografien Rituale: um Übergänge zu markieren, Verluste zu betrauern, Veränderungen zu feiern, Kraft weiterzugeben und Gemeinschaft spürbar zu machen.
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage, wie eine eigene queere Spiritualität und Ritualkultur aussehen kann – ohne Dogmen und ohne festgelegte Regeln. Ihr lernt verschiedene Ideen und Formen kennen und entwickelt Anregungen für eure eigenen Rituale. Zum Abschluss feiern wir gemeinsam ein kleines queeres Ritual, das uns verbinden, stärken und daran erinnern soll, wie viel Schönheit, Wissen und Kraft in unseren unterschiedlichen Lebenswegen steckt.
von und mit Didine van der Platenvlotbrug
Didine ist queere Aktivistin, Drag-Persona, Workshopgeberin und unter dem Namen „The Queer Mom" auch in den sozialen Medien aktiv. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit queerer Geschichte, Community, Erinnerungskultur und Empowerment und entwickelt Workshops und Veranstaltungen rund um queeres Leben. In Hamburg ist sie an zahlreichen queeren Kultur-, Gedenk- und Community-Projekten beteiligt. Zurzeit arbeitet sie an ihrem Buch „Queere Superpowers!", das danach fragt, welche besonderen Fähigkeiten und Perspektiven aus queeren Lebenserfahrungen entstehen können.